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07. Februar 2009
Mehr Licht ins Dunkel bringen
Gastbeitrag zur augenschonenden Beleuchtung an Bildschirmarbeitsplätzen
Durch die Computerarbeit nimmt die Fehlsichtigkeit stetig zu. Je mehr Stunden pro Tag am Bildschirm gearbeitet wird, desto stärker entwickelt sich die Kurzsichtigkeit. Das Raumklima und die Tatsache, dass die Lidschlagfrequenz unwillkürlich beim Blick auf den Monitor abnimmt, trocknen die Augen aus. Ermüdung und Brennen der Augen sind die Folge.
Man glaubt es kaum: Auch heute sind rund 80 Prozent aller Arbeitsplätze in Sachen Beleuchtung eher unterbelichtet. Vor allem in Büros mit Bildschirmarbeitsplätzen schlägt sich das negativ auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und auch auf die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten nieder.
Wer aufgrund von Spiegelungen mehr auf seinem Bildschirm sieht als erwünscht, wer in wahren Dunkelkammern oder gleißendem Kunst- oder Tageslicht arbeiten oder am Arbeitsplatz mit hohen Helligkeitsunterschieden kämpfen muss, ermüdet schneller, macht Fehler und plagt sich eventuell mit Kopfschmerzen und Augenbeschwerden plagen.
Für etwa 30 Prozent der Bildschirmbeschäftigten gehören Augenbeschwerden zum Alltag. Hier ist die Frage, wie Licht ins Dunkel zu bringen ist? Zu favorisieren ist eine Beleuchtung mit Tageslicht. Deshalb sollten Büroarbeitsplätze unter Beachtung der Sehaufgabe vorrangig fensternah angeordnet werden. Bei der Beleuchtung mit Tageslicht müssen die großen tages- und jahreszeitlichen Schwankungen des Tageslichtes im Freien berücksichtigt werden. Reicht das Tageslicht nicht aus, dann ist zusätzlich eine qualitativ gute, künstliche Beleuchtung erforderlich.
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Dabei hängt die Qualität der Beleuchtung nicht vom Zufall ab, sondern wird von einigen Merkmalen bestimmt. Die wichtigsten sind:
BELEUCHTUNGSNIVEAU: Empfohlen werden an Bildschirmarbeitsplätzen mindestens 500 Lux (Helligkeitswert). In Großraumbüros sollen die Beleuchtungsstärken zwischen 750 und 1000 Lux liegen. Als optimal hat sich eine Mischung aus Allgemeinbeleuchtung und individuell einstellbarer Einzelplatzbeleuchtung erwiesen.
LEUCHTDICHTE-
VERTEILUNG:
Der Raum sollte möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet sein, um die Anpassungsfähigkeit des Auges an Hell-Dunkel-Kontraste nicht zu überfordern. Zwischen der hellsten und dunkelsten Fläche im unmittelbaren Arbeitsbereich, also Bildschirm und Arbeitsfläche, sollte das Verhältnis drei zu eins, zwischen Arbeitsplatz und weiterer Umgebung nicht mehr als zehn zu eins betragen.
SPIEGELUNGEN, REFLEXIONEN, BLENDUNGEN:
Sie müssen vermieden werden. Damit der Bildschirm nur das zeigt, was er soll, sind verschiedene Maßnahmen nötig :
– entspiegelte Prismenleuchten, die parallel zum Fester und zur Blickrichtung angeordnet sein sollen;
– individuell verstellbare Lichtschutzvorrichtungen, die freie Aussicht nach außen gewähren;
– matte und seidenmatte helle Farben und Oberflächen für Wände, Decken, Arbeitsflächen und Mobiliar, die Reflexionen weitgehend verhindern;
– die blend- und reflexionsfreie Positionierung der Bildschirme.
Die Gastautorin ist Unternehmensberaterin in Basel.
Autor: Marion Eissfeldt
