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23. Juni 2012

Fragen Sie nur!

Warum wird Anisschnaps trüb, wenn man ihn mit Wasser mischt?

Zauberei beim Apéro: Pastis, Ouzo, Raki und Absinth sind allesamt klar in der Flasche, wenn man sie aber mit Wasser mischt, werden sie milchig-trüb. Das liegt an den ätherischen Ölen aus den Anissamen. Ein Hauptbestandteil des Anisöls ist das so genannte Anethol, das auch für den typischen Geschmack verantwortlich ist. Anethol löst sich gut in Alkohol, weshalb der pure Schnaps, der meist zwischen 40 und 50 Volumenprozent Alkohol enthält, klar aussieht. Schüttet man Wasser dazu, verdünnt man den Alkohol. Wie jeder weiß, mischen sich Öl und Wasser nicht, ähnlich verhält es sich mit dem Anethol im Wasser-Alkohol-Gemisch: Es bildet sich eine milchig-trübe Emulsion. Man nennt das den Louche-Effekt, nach dem französischen Wort "louche" für trüb oder undurchsichtig. Den Louche-Effekt kann man auch hervorrufen, indem man den Anisschnaps – ohne zusätzliches Wasser – einfach ins Tiefkühlfach legt. Denn in kaltem Alkohol lösen sich die ätherischen Öle genauso schlecht wie in verdünntem Alkohol. Noch Fragen? Fragen Sie nur! Per Postkarte an die

Badische Zeitung, Basler Straße 88, 79115 Freiburg oder per E-Mail an fragen@badische-zeitung.de

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Autor: val