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Sa, 12. Januar 2019

Bildung & Wissen

Nordsee geht’s nicht gut — Neue Buchenkrankheit

PLASTIK UND DÜNGEMITTEL

Nordsee geht’s nicht gut

Der Zustand der Nordsee bleibt besorgniserregend. Das geht aus einem Bericht hervor, den Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies am Dienstag in Hannover präsentierte. Demnach war die Nordsee auch im Zeitraum zwischen 2011 und 2016 zu hohen Belastungen ausgesetzt. Besonders Plastikmüll und die Anreicherung mit Nährstoffen aus Düngemitteln beeinträchtigten das Meer und die dort lebenden Arten. Pro 100 Meter Strandabschnitt seien bis zu 389 Müllteile zu finden, davon seien fast 90 Prozent aus Plastik, so Lies. Niedersachsen hatte die Studie federführend als Teil eines bundesweiten Berichts erstellt, der Ende 2018 der EU übergeben wurde.

FÄLLE IN NORDAMERIKA

Neue Buchenkrankheit

In Nordamerika breitet sich eine neue Krankheit aus, der Buchen zum Opfer fallen. Schwerpunkt des Befalls ist Ohio, doch sind auch Bäume in Pennsylvania und Ontario, Kanada, betroffen. Das berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Forest Pathology, wo sie wegen der neuen Buchenblattkrankheit Alarm schlagen. Der Studie zufolge werden die Buchenblätter zu Beginn des Befalls von dunkelgrünen Streifen durchzogen, später wird das Blatt dunkel und ledrig. Mit der Zeit stirbt der Baum ab. Nicht nur die amerikanische Buche (Fagus grandifolia), sondern auch die Europäische (F. sylvatica) und Orientalische Buche (F. orientalis) sind demnach bereits von der Krankheit betroffen. Noch ist nicht klar, ob der Verursacher bakteriell, ein Pilz oder ein Insekt ist.