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dpa

Von dpa

Sa, 18. August 2018

Bildung & Wissen

Alternativen gesucht — Ungarn macht Schluss

TIERVERSUCHE

Alternativen gesucht

Baden-Württemberg unterstützt die Suche nach Alternativen zu Tierversuchen. "Wir wollen die Zahl und die Belastung von Versuchstieren weiter verringern", sagte Agrarminister Peter Hauk (CDU). "Unsere Förderung für die Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch ist ein bedeutender Baustein für mehr Tierschutz." Laut Hauk standen für dieses Jahr 320 000 Euro zur Verfügung, die förderwürdigen Anträge hätten aber nur ein Volumen von 230 000 Euro. Aus fünf Anträgen sind drei Projekte ausgewählt worden. An der Uniklinik Tübingen etwa sollen Mottenlarven Mäuse bei Tierversuchen zur Erforschung von Autoimmunerkrankungen ersetzen. An der Universität Freiburg wird an der tierfreien Herstellung von Antikörpern geforscht.
GENDER STUDIES

Ungarn macht Schluss

Die rechtsnationale Regierung Ungarns plant, Geschlechterforschung – auch Gender Studies genannt – von den Universitäten zu verbannen. Der Entwurf einer Ministerialverfügung untersagt es Universitäten, künftig Lehrgänge in diesem Fach anzubieten. Die Regierung Orban hatte die Geschlechterforschung immer wieder angegriffen, sie untergrabe die "Fundamente der christlichen Familie". Der Verband der Hochschullehrer sieht in den Plänen einen Eingriff in die Freiheit von Lehre und Forschung. Wissenschaftliche Geschlechterforschung untersucht die soziale Abhängigkeit von Rollenbildern, mithin die von sozialen Normen bestimmte Festlegung dessen, was als männlich und weiblich gilt.