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dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Sa, 22. Dezember 2018

Bildung & Wissen

Kaum mehr Rebhühner — Genomaktivierung live

DATEN DES JAGDVERBANDS

Kaum mehr Rebhühner

Die Zahl der Rebhühner nimmt in Deutschland weiter dramatisch ab. Das Verbreitungsgebiet des einst für die Felder typischen Vogels sei in acht Jahren um ein Drittel geschrumpft, teilte der Deutsche Jagdverband (DJV) am Dienstag mit. Wurde 2009 das Rebhuhn noch in 36 Prozent der Reviere gesichtet, so waren es 2017 nur noch 24 Prozent. Die Zahl der von Jägern erfassten Brutpaare sank im gleichen Zeitraum sogar um 44 Prozent. In den teilnehmenden Revieren gab es im bundesweiten Durchschnitt nur noch ein Brutpaar auf vier Quadratkilometer. "In vielen Teilen Deutschlands verzichten Jäger bereits seit Jahren freiwillig auf die Bejagung des Rebhuhns, weil dort eine nachhaltige Jagd nicht mehr möglich ist", sagte DJV-Sprecher Torsten Reinwald. "Hauptursache für den Rückgang des Rebhuhns ist die Veränderung der Agrarlandschaft", erklärte er. Besonders einschneidend sei der rapide Schwund bei den Brachflächen.

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Genomaktivierung live

Wissenschaftlern der Universität Ulm ist es gelungen, mit Hilfe eines speziell entwickelten Fluoreszenzmikroskops "live" in der Zelle zu verfolgen, wie das Genom aktiviert wird. Das teilt die Uni Ulm mit. Die DNA gilt als Bauplan des Lebens. Um die dort gespeicherten Informationen nutzen zu können, wird die DNA zunächst in RNA übersetzt. Wie dieser Transkriptionsprozess während der Embryonalentwicklung erstmals in Gang gebracht wird, konnten die Forscher in Ulm nun in Zellen des Zebrabärblings direkt beobachten. Laut Uni Ulm fanden sie dabei heraus, dass das Volumen des Zellkerns eine Schlüsselrolle spielt. Die Arbeit wurde Nature Communications veröffentlicht.