Fragen Sie nur!

Wie schützt ein Fahrradhelm richtig?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Di, 21. November 2017 um 15:46 Uhr

Fragen Sie nur

Anhand einer Melone erklärt Thorsten Hammer, Ärztlicher Leiter der Freiburger Unfallchirurgie, warum Radfahrer einen Helm brauchen. Und wie er sitzen muss, damit er Leben rettet.

"Wenn Sie eine Melone aus einem Meter Höhe auf harten Boden fallen lassen, platzt sie auf. Wenn Sie ihr aber einen Helm aufsetzen, platzt nicht die Melone, sondern der Helm": Mit diesem Beispiel erklärt Thorsten Hammer, Ärztlicher Leiter der Chirurgie am Freiburger Universitätsnotfallzentrum, warum ein Helm auf den Kopf eines jeden Fahrradfahrers gehört. Wenn bei einem Sturz oder Aufprall die Energie zu groß ist, kann sie von einem Helm abgemindert werden. "Sie ist dann nicht null, aber durchaus so viel geringer, dass das Verletzungsmuster weniger schwer ist", sagt Hammer. Das haben Studien mehrfach bestätigt.

Die Ohren müssen frei sein

So fällt ein Schädel-Hirn-Trauma beispielsweise bei einem Helm tragenden Radler deutlich weniger stark aus als bei einem Unbehelmten. Damit ein Fahrradhelm die ihm zugedachte Aufgabe im Notfall erfüllen kann, muss er zwingend richtig sitzen. Heißt: Die Ohren müssen frei sein – so sieht man, dass die Bänder richtig verlaufen – und der Helm darf nicht wackeln. Der Verschluss unterm Kinn muss so fest sitzen, dass der Helm nicht rutscht. "Kurz vor unbequem", sagt Hammer. Ein schlecht sitzender Helm kann bei Kindern unter Umständen gefährlich werden. Er kann sich bei einem Unfall verziehen und schützt nicht mehr richtig – oder das Kind kann sich strangulieren. "Deshalb sollte ein Helm auf dem Spielplatz unbedingt ausgezogen werden", sagt der Chirurg Hammer.

Noch Fragen? Fragen Sie nur! Per E-Mail an fragen@badische-zeitung.de