Chance für einen robusten Schutz

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Von dpa

Mo, 11. Februar 2019

Computer & Medien

Reform des EU-Urheberrechts nimmt wichtige Hürde.

Die umstrittene Reform des EU-Copyrights hat eine Hürde genommen. Die EU-Staaten einigten sich am Freitagabend auf einen Kompromiss, mit dem sie kommende Woche in die Verhandlungen mit dem Europaparlament gehen wollen. Grundlage der Einigung war ein Kompromiss zwischen Deutschland und Frankreich.

Grundsätzlich soll die Copyright-Reform das EU-Urheberrecht ans digitale Zeitalter anpassen. So sollen Plattformen wie YouTube stärker in die Pflicht genommen werden, damit weniger urheberrechtlich geschützte Werke unerlaubt im Netz landen. Außerdem steht das Leistungsschutzrecht für Presseverleger im Fokus. Nachrichten-Suchmaschinen sollen nicht mehr wie bisher ohne Weiteres Überschriften oder Ausschnitte von Pressetexten anzeigen dürfen. Sie bräuchten eine Erlaubnis der Verlage und müssten gegebenenfalls zahlen. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger begrüßten die Einigung. "Der verabschiedete Vorschlag der Ratspräsidentschaft bringt wesentliche Besserungen am Text und bietet damit die einmalige Chance für einen robusten Schutz von Presseveröffentlichungen in der digitalen Welt", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.