Das Volk stimmt im März ab

dpa

Von dpa

Sa, 23. Dezember 2017

Computer & Medien

Öffentlich-rechtlich? Schweizer entscheiden über Rundfunk.

Der Streit um die Rundfunkgebühr kommt in der Schweiz in drei Monaten vor das Volk: Es stimmt am 4. März darüber ab, ob die Gebühren abgeschafft werden, wie es die "No Billag"-Initiative vorschlägt. Billag ist die Gebühreneinzugszentrale. Ohne Gebühren sei ein hochwertiges Programm in den vier Landessprachen mit ausgewogenen, einordnenden Informationen nicht mehr möglich, sagt Jean-Michel Cina, Präsident der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG). Er sei aber "verhalten optimistisch", dass es gelingt, die Schweizer vom Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu überzeugen. Die Initiatoren der "No Billag"-Initiative finden, Hörer und Zuschauer sollten nur für das zahlen, was sie auch nutzen. Unterdessen hat die SRG mit privaten Medien angekündigt. Das Unternehmen Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), das das deutschsprachige Programm der SRG produziert, will der Mediengruppe Tamedia in Zürich künftig Video-Rohmaterial zur Verfügung stellen, aus dem Tamedia eigene Beiträge zusammenschneiden kann. Der Test soll voraussichtlich ab 1. Februar für drei Monate laufen, wie beide Unternehmen am Freitag berichteten.