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US-Studie

Facebook ist fast so gut wie Sex - laut Studie

Was haben ein Facebook-Eintrag und Sex gemeinsam: Laut einer Studie von US-Hirnforschern sorgen sie in der derselben Hirnregion für Befriedigung.

  1. Facebook ist fast so gut wie Sex - laut Studie Foto: IDG

Wenn ein User über sich selbst persönliche Dinge auf Facebook preisgibt, dann kann dies auf den User einen ähnlich psychischen Effekt haben, wie Sex oder ein gutes Essen. Das haben Forscher der Harvard University in Cambridge (Massachusetts) in einer Studie herausgefunden, die nun in der Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) veröffentlicht worden ist.

Die Forscher wollten untersuchen, warum so viele User so viele persönliche Dinge über sich im Internet und in sozialen Netzwerken preisgeben. Dazu wurden bei der Studie das Verhalten von rund 300 Leuten untersucht und analysiert. Dabei wurden die Probanden unter anderem dazu aufgefordert, persönliche Dinge über sich zu erzählen und dabei eine funktionelle Magnetresonanztomographie durchgeführt, um die während des Erzählens aktivierten Hirnareale festzustellen. Dabei wurde festgestellt, dass das Gehirn seinen Besitzer belohnt, wenn er persönliche Dinge über sich erzählt und zwar genau auf die Art und Weise, wie er ihn bei Sex oder bei gutem Essen belohnt. Bei dem Menschen stellt sich während dieses Vorgangs also ein gutes Gefühl ein.

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Andere Studien-Teilnehmer gaben an, auf zwischen 17 und 25 Prozent ihrer finanziellen Einnahmen verzichten zu können, wenn sie im Gegenzug ihre Mitmenschen persönliche Dinge über sich erzählen könnten. Laut den Forschern zeigt dies, dass Menschen den Drang verspüren, anderen Menschen etwas über sich selbst zu erzählen. So würden Menschen bis zu 40 Prozent der Redezeit verwenden, um über sich selbst zu erzählen.

Um zu erklären, wieso Menschen so gerne so viel über sich selbst erzählen, verweisen die Forscher auf andere Studien. Einige diese Studien hätten ergeben, dass wenn Person A der Person B über sich selbst erzählt, sich dann nicht nur Person A selbst mehr mag, sondern auch Person B mehr die Person A mag. Letztendlich hat das Ganze also mit der Bildung einer sozialen Bindung zu tun.

© IDG / In Zusammenarbeit mit pcwelt.de

Autor: Panagiotis Kolokythas


2 Kommentare

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Brink Hoff

Registriert seit: 08.05.2012

Kommentare: 1

08. Mai 2012 - 15:48 Uhr

Wenn ein User über sich selbst persönliche Dinge auf Facebook preisgibt und das dann auf ihn einen ähnlich psychischen Effekt haben kann, wie Sex oder ein gutes Essen, dann möchte ich weder seinen Fraß essen noch seinen Sex haben müssen.
Leider ist den Forschern entgangen, dass so viele User so viele persönliche Dinge über sich im Internet und in sozialen Netzwerken preisgeben, weil sie asozial sind. Sie können, um im Thema zu bleiben, face to face mit ihren Mitmenschen und ihrem sozialen, realen Umfeld nichts anfangen. Sie haben es nicht nötig face to face zu kommunizieren und real, verbal persönliche Dinge über sich zu erzählen. Ihr Gehirn belohnt sie, wenn sie persönliche Dinge über sich aus der Anonymität heraus schreiben, irgendetwas essen und sich über einen weiteren Mausklick entweder direkt auf Facebook oder einer anderen entsprechenden Webseite die Vorlage für ihre Belohnung „guten Sex“ holen.
Wenn ein sozialisierter Mensch auf zwischen 17 und 25 Prozent seiner finanziellen Einnahmen verzichten zu könnte, wenn er im Gegenzug seinen Mitmenschen persönliche Dinge über sich erzählen könnte, wäre es ein Dienst an der Menschheit, wenn man als Mitmenschen seine Verwandten, seine Nachbarn oder seine Arbeitskollegen oder Mitarbeiter betrachtete – oder die Dame, die bei Aldi an der Kasse sitzt. Wenn dies laut den Forschern zeigt, dass Menschen den Drang verspüren, anderen Menschen etwas über sich selbst zu erzählen, dann schreibt (und erzählt nicht) ein Facebook-User das für irgendwelche Follower, denen er nur seine Schokoladenseiten präsentiert und im Gegenzug den gleichen Schrott zurück bekommt. Somit hat er Verwandte, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder die Dame bei Aldi überhaupt nicht mehr nötig.

Was das Ganze letztendlich also mit der Bildung einer sozialen Bindung zu tun hat, hat sich mir bis heute nicht erschlossen.

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Michael Kirschner  

Michael Kirschner

Registriert seit: 15.11.2011

Kommentare: 366

09. Mai 2012 - 13:22 Uhr

Es gibt so viele Studien, die absolut nicht der Praxis entsprechen.

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