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25. Juni 2010

Notebook oder Netbook?

Und warum gibt es auch noch Laptops und Tablets? Versuch einer Aufklärung.

  1. Auch ZiSch-Maskottchen B.Zetti nutzt Notebooks Foto: Ferdinando Terelle

  2. Um normale PCs ersetzen zu können, braucht es ein eingebautes Laufwerk Foto: dpa/Sony

"Können Sie mir auf einfache Weise die Unterschiede zwischen Netbook, Notebook und Laptop erklären? Welches Gerät brauche ich für was?" Dies fragte uns neulich Leser Manfred K. aus Freiburg. Hier unser kleiner Aufklärungsversuch.

Notebook (= Notizbuch) und Laptop sind synonyme Begriffe für "klassische" tragbare Computer. Laptop ist der wohl ältere der vielen in diesem Umfeld meist englischen Begriffe und bezeichnet ein Gerät, das man auf dem Schoß (= lap) bedienen kann, im Gegensatz zum Desktop, also dem Rechner, der auf (oder unter) dem Tisch (= desk) steht. Klassische Größe von Notebooks/Laptops sind solche mit Bildschirmen mit einer Diagonale von 15,4 Zoll (= 39 Zentimeter), es gibt darunter die Klasse der 12-13 Zöller und darüber die 17-Zöller, die man auch als Desktop-Replacement bezeichnet, also Geräte, die einen normalen Computer komplett (also auch in der Bildschirmgröße) ersetzen können. Ein weiteres Merkmal für Laptops/Notebooks ist die Tatsache, dass die meisten ein optisches Laufwerk an Bord haben, heute meist ein DVD-Brenner, vereinzelt aber auch schon Blu-ray-Laufwerke.

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Es gibt darunter noch die Sub-Notebooks. Das sind Rechner mit 10-12 Zoll-Display mit der vollen Funktionalität von normalen Laptops (also schnellem Prozessor und vielen Schnittstellen), die aber deutlich kleiner und vor allem leichter, aber lange Zeit wegen der Miniaturisierung erheblich teurer waren, obwohl oft kein optisches Laufwerk integriert ist.

Eine neue Klasse an Computern haben demgegenüber die Netbooks begründet. Dieses sind Mini-Laptops, die wie die Sub-Notebooks ebenfalls meist maximal 10-Zoll-Bildschirme haben (einzelne 12-Zöller werden gelegentlich auch noch dazu gezählt) und recht leicht und gut transportabel sind, aber erheblich günstiger als alle bis dahin verfügbaren tragbaren Rechner, nämlich meist bis maximal 400 Euro kosten. Der Grund für den günstigen Preis der Netbooks liegt in der einfachen Ausstattung grundsätzlich ohne optisches Laufwerk und vor allem mit einem eher schwachen Prozessor, weshalb Netbooks bislang meist noch mit dem eigentlich veralteten, aber für die Rechenleistung nicht so anspruchsvollen Betriebssystem Windows XP ausgeliefert werden.

Mit Netbooks lassen sich normale Office-Anwendungen, Surfen im Internet und einfaches Bilder- oder Videoanschauen sehr wohl bewältigen, an schwereren Aufgaben wie grafisch anspruchsvollen Spielen oder Videobearbeitung scheitern diese Geräte aber meist.

Neuere Netbooks werden inzwischen auch schon mit dem neuen Windows 7-Betriebssystem in der Starter-Version geliefert und haben teilweise eine Grafikbeschleunigung an Bord, so dass sie zumindest das Anschauen hochaufgelöster Videos möglich machen.

Neu hinzu kommt nun noch die Klasse der Tablet-PCs, die vor allem durch das iPad von Apple am Markt ist. Dies sind besonders schlanke Geräte, die ausschließlich per Finger über einen berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert werden und von der Rechenleistung her ähnlich viel können wie die besseren Netbooks mit Grafikbeschleunigung.

Fazit: Man sieht, die Grenzen sind fließend und die Begrifflichkeiten können in der Tat verwirren. Entscheidend ist vor allem, dass man sich darüber klar wird, was man genau mit dem Gerät machen will. Wenn dieses Anforderungsprofil klar ist, kann man meist schnell die dafür passenden Geräte finden – egal wie sie heißen.

Autor: Hans P. Wühler