Plattform als neues Konzept

dpa

Von dpa

Sa, 01. September 2018

Computer & Medien

Die ARD arbeitet an einer verbesserten Mediathek.

Wer die Gangsterkomödie vom Vorabend, die Doku über Plastikmüll oder den Sonntagabend-Krimi verpasst hat, kann sie in der Mediathek sehen, sobald Zeit dafür ist. Die ARD-Mediathek gibt es seit zehn Jahren; eine neue ist in Arbeit. Eine Beta-Version ist bereits bei der Elektronikmesse IFA in Berlin zu sehen. Sie soll gleich im Anschluss daran auch für die Nutzer zur Verfügung stehen. Es sei aber ausdrücklich nicht die finale Version, sondern ein Blick in die Werkstatt, sagte "ARD online"-Leiter Benjamin Fischer. "Wir wollen offensiv Nutzerfeedback abfragen, es ist wirklich eine Entwicklung im Dialog, die wir anstreben." Mit der neuen Plattform sollen die alten der ARD-Sender vom Norddeutschen bis zum Bayerischen Rundfunk nicht gleich verschwinden. Die neue Mediathek sei jedoch ein Paradigmenwechsel hin zu einem Plattformkonzept. "Alle ARD-Sender sind vertreten, und wir haben auch das Ziel, die Plattform noch weiter zu vergrößern."

Die ARD rechnet mit steigenden Nutzerzahlen – und auch damit, dass die Nutzer noch mehr Sendungen als bisher über die Mediathek gucken. Sie dürfte in Zukunft deshalb eine noch größere Rolle spielen. Denn auch die lineare Mediathek-Nutzung von Zuschauern nehme zu, die zum Sendezeitpunkt statt den klassischen Fernseher einzuschalten die Mediathek dafür nutzen, sagte Fischer. "Wir haben besonders bei der Fußball-WM gemerkt, dass wir ganz viele Nutzer haben, die solche Highlights live über die Mediatheken anschauen."