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"Eine Grenze erreicht"

Protest gegen neue Google-Bildersuche

Gegen Googles neue Bildersuche regt sich Protest.

  1. Google will künftig gleich große Bilder ohne Kontext als Ergebnis anzeigen. Foto: IDG

  2. Fotografen wie Michael Schilling leben von ihren Bildern. Foto: IDG

Die Suchmaschine will künftig direkt auf ihren Ergebnisseiten große Abbilder von Fotos anzeigen, anstatt wie bisher eine Miniaturansicht. Künstler kritisieren das, sie fürchten um Urheberrechte und Werbeeinnahmen. Unter dem Motto "Verteidige dein Bild" (in Anspielung auf Googles Anti-LSR-Kampagne "Verteidige dein Netz") sammelt der Fotograf Michael Schilling im Netz Unterschriften gegen Google. Jessica Binsch von der Deutschen Presse-Agentur sprach mit dem Fotografen.

Schilling: Wir möchten nach Möglichkeit erreichen, dass Google die Bildersuche so in Deutschland nicht umsetzt.

Schilling: Wir sind ja keine Hobbyfotografen, wir leben von unseren Bildern. Das Internet ist für Fotografen ein gravierender Marketingkanal geworden. Aber manche denken, alles, was im Internet ist, kann man benutzen. Wenn Nutzer ein Bild einfach so direkt bei Google angezeigt bekommen, dann sehe ich da auch die Gefahr, dass sich andere Blogger oder Webseitenbetreiber keine Gedanken mehr machen. Sie denken sich, wieso soll ich dafür bezahlen?

Werbung

Schilling: Auch für Hobbyfotografen ist das ein Problem. Für sie fallen Einnahmen von Werbebannern weg, wenn weniger Leute auf ihre Webseite klicken. Wir sind für die alte Version, bei der die ursprüngliche Webseite im Hintergrund geladen wird.

Schilling: Dass da mehr Besucher kommen, lässt sich mit internationalen Seiten nicht bestätigen. Viele verzeichnen einen Rückgang zwischen 30 und 70 Prozent.

Schilling: Google ist es nicht gewohnt, dass sie Gegenwind bekommen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto mehr motiviert das, das Ganze notfalls wirklich vor Gericht zu bringen. Irgendwo ist eine Grenze erreicht. (dpa/tc)

© IDG / In Zusammenarbeit mit computerwoche.de

Autor: dpa