Mit Gewinn leben

Warum Sie 2018 mit einem neuen Laptop oder Smartphone Steuern sparen können

Jörg Strötzel

Von Jörg Strötzel

Mo, 08. Januar 2018 um 22:27 Uhr

Geld & Finanzen

Neues Jahr – neue Regeln: Mit dem 1. Januar 2018 gibt es wieder Änderungen im Steuerrecht. Eine davon verbessert die Möglichkeiten, Werbungskosten sofort geltend zu machen.

Grund dafür ist die Anhebung des Grenzwerts für die Sofortabschreibung von sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern von 410 auf 800 Euro (jeweils ohne Mehrwertsteuer). Doch was bedeutet das für Berufstätige?

Ganz einfach: Kaufen Arbeitnehmer privat Dinge, die sie auch für den Job brauchen, können sie die Aufwendungen in der Regel anteilig als Werbungskosten absetzen. Das gilt etwa für die Anschaffung von Laptops, Smartphones oder Büromöbeln.

Erfüllt das erworbene Objekt bestimmte Kriterien und liegen seine Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter dem definierten Grenzwert von zukünftig 800 Euro, handelt es sich um ein sogenanntes geringwertiges Wirtschaftsgut. Ist das der Fall, können Arbeitnehmer die Aufwendungen für das Jahr des Kaufs vollständig steuerlich geltend machen.

Überschreiten die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten hingegen den Grenzwert, dürfen Arbeitnehmer die Ausgaben nicht sofort komplett absetzen. Stattdessen werden sie über die Nutzungsdauer, also über einen längeren Zeitraum hinweg, abgeschrieben. Dank der Grenzwerterhöhung ab 1. Januar 2018 ist es also – anders als in früheren Jahren – in vielen Fällen möglich, die Ausgaben für beruflich (mit)genutzte Laptops oder Smartphones für das Jahr der Anschaffung voll und ganz abzusetzen.

Jörg Strötzel ist Steuerberater und Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH). Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung. Die Beratungsstellen finden Sie unter http://www.vlh.de