Unterhaltungselektronik

So kann man alte Handys oder TV-Geräte zu Geld machen

Volker Budinger

Von Volker Budinger

So, 10. Dezember 2017 um 08:13 Uhr

Computer & Medien

Ob Smartphone oder Fernseher – ältere Unterhaltungselektronik kann noch richtig viel wert sein. Verbraucher haben ganz verschiedene Möglichkeiten, alte Elektronikgeräte zu Geld zu machen.

Da liegt es, das neue Smartphone. Nur noch schnell einrichten und schon gibt es einen neuen ständigen Begleiter. Aber wohin mit dem alten? Das ist gerade einmal zwei Jahre alt und noch voll funktionsfähig. In der Schublade sollte es jedenfalls nicht verschwinden. Dort liegen laut IT-Verband Bitkok schon rund 100 Millionen Geräte. Für den Abfall ist es ebenfalls zu schade, denn Rohstoffe wie Gold oder seltene Erden sollten recycelt werden. Außerdem ist ältere Unterhaltungselektronik manchmal noch richtig viel wert.

Das gilt insbesondere für Kult-Geräte wie das erste iPhone, der Apple One oder ein gut erhaltener C 64. Der Onlinehändler Ebay hat bei der Auswertung von Auktionen festgestellt, dass das legendäre Nokia 3310 noch weit über 1000 Euro einbringen kann. Käufer finden sich aber auch für ganz alltägliche Geräte. Wer normale Geräte ohne großen Seltenheitswert verkaufen will, tut das laut einem Test der Wirtschaftswoche am besten per Onlineauktion, denn so ließen sich für gut erhaltene Geräte die besten Preise ermitteln.

Große Unterschiede gab es zwischen den verschiedenen An- und Wiederverkaufsplattformen im Netz. Dort müssen die Besitzer Alter, Konfiguration und Zustand des Geräts angeben und bekommen daraufhin einen Kaufpreis vorgeschlagen. Den Versand übernehmen in der Regel die Händler. Eine tatsächliche Wertermittlung anhand von Beschädigungen oder Gebrauchsspuren gibt es, nachdem das Gerät eingeschickt wurde.

Potenzielle Verkäufer müssen sich nicht mühsam durch alle Portale klicken, sondern können Vergleichsportale wie werzahltmehr.de oder verkaufsportale-vergleich.de nutzen. Dort werden ihnen auf einen Schlag die Ankaufpreise mehrerer Portale angezeigt – auch für Bücher, Spiele, Filme oder CDs. Auch der Fachhandel vor Ort orientiert sich den Testern zufolge bei der Wertermittlung häufig an den Online-Ankaufsplattformen. Einige Elektronikketten kooperieren mit bestimmten Anbietern, sodass die Preise vor Ort nicht groß anders sind als der mögliche Erlös online.

Eine Besonderheit gibt es bei alten Mobiltelefonen: Anbieter wie die Telekom oder Vodafone haben Programme, um ältere Geräte in Zahlung zu nehmen – abhängig von Modell und Zustand. Riesige Erlöse sollte man aber nicht erwarten. Für manche Geräte gibt es nur ein paar Cent.

Eine Alternative sind Kleinanzeigen in Tages- und Wochenzeitungen oder Onlineportalen. Wer lokal verkauft, spart sich meist den Versand. Viele Zeitungen bieten eine Kombination aus gedruckter Anzeige und einer Veröffentlichung im Internet an. Bei den Onlinevarianten sind gute Fotos wichtig, um das Interesse möglicher Käufer zu wecken. Eventuelle Mängel müssen ehrlich aufgelistet werden. Die Haftung für nicht bekannte versteckte Mängel lässt sich mit der Formulierung "Ich schließe jede Haftung für Sachmängel aus" weitgehend ausschließen, rät die Stiftung Warentest. Sie rät auch zu folgendem Satz: "Die Haftung auf Schadenersatz wegen Körperverletzungen sowie bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz bleibt unberührt." Dies geht auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen: VIII ZR 26/14) zurück.

Verschenken: Wem das Verkaufen seiner alten Elektronik zu mühsam ist, der kann sie auch einfach verschenken. Sozialkaufhäuser sind meist dankbar für die Spende funktionstüchtiger Geräte aller Art.