Verbrauchertipps

Tipps zur Versicherung gegen Berufsunfähigkeit

Sa, 21. April 2018 um 16:34 Uhr

Geld & Finanzen

Es ist empfehlenswert, sich schon in jungen Jahren gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit zu versichern.

Es ist empfehlenswert, sich schon in jungen Jahren gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit abzusichern. Dabei ist es wichtig, dass sich die Versicherung flexibel an das Einkommen anpassen lässt. Versprechen Anbieter das, müssen sie es auch einhalten. Ein Beispiel: Frau A. schloss während ihrer Ausbildungszeit eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab und zahlte regelmäßig Beiträge. Als bei ihr das Geld knapp wurde, bat sie den Versicherer, ihren monatlichen Beitrag und damit auch die Versicherungssumme zu reduzieren. Der Versicherer stimmte zu und versprach gleichzeitig, dass Frau A. die Summe ohne Gesundheitsprüfung wieder erhöhen könne. Nur beiläufig und ohne A. angebracht darüber zu informieren und zu beraten, wies der Versicherer darauf hin, dass diese Erhöhung nur innerhalb einer bestimmten Frist möglich wäre. Nach einiger Zeit entspannte sich die Finanzlage der Verbraucherin. Sie wollte die Versicherungssumme für ihre Berufsunfähigkeitsversicherung wieder erhöhen. Der Versicherer teilte ihr aber mit, dass sie die Beiträge zwar erhöhen, dafür aber erneut eine Gesundheitsprüfung machen müsste. Da sich Frau A.s gesundheitlicher Zustand in der Zwischenzeit verschlechtert hatte, wäre der Beitrag voraussichtlich gestiegen. Frau A. wollte dies aufgrund der früheren Zusage des Versicherers nicht akzeptieren, denn ihr ist wichtig, gegen existenzielle Risiken wie die Berufsunfähigkeit ausreichend versichert zu sein. Sie ließ sich bei der Verbraucherzentrale beraten, die daraufhin den Versicherer anschrieb und darauf drängte, die gemachte Zusage einzuhalten, da eine Information und Beratung über die verkürzte Frist für die Erhöhung für Frau A. nicht ausreichend erkennbar gewesen war. Der Versicherer lenkte schließlich ein und erhöhte die versicherte monatliche Berufsunfähigkeitsrente um fast 70 Prozent, ohne dass A. neue Angaben zu ihrer Gesundheit machen musste.
Peter Grieble ist der Spezialist der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg für Versicherungsfragen.
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