Überblick

Unwetterschäden: Was deckt die Versicherung ab?

AFP

Von AFP

Fr, 08. Juni 2018 um 20:32 Uhr

Geld & Finanzen

Schäden durch Gewitter, Hagel und Überschwemmungen sind längst nicht immer abgesichert. Ein Überblick.

Gewitter und heftige Regenfälle richten in der Südhälfte Deutschlands beträchtliche Schäden an. Was können Betroffene tun? Unwetterschäden sollten Versicherte unverzüglich ihrem Versicherer melden. Viele Schäden an Häusern oder Autos sind abgedeckt, die Betroffenen müssen aber einige Regeln einhalten.

Immobilien

Unwetterschäden an Häusern oder Wohnungen übernehmen Gebäudeversicherungen standardmäßig oft nur teilweise. Immobilienbesitzer sollten daher unbedingt ihre genauen Vertragsbedingungen kennen. Typische Wohngebäudeversicherungen decken in der Regel unter anderem Hagelschäden und Blitzeinschläge ab. Schäden durch Überschwemmungen aber tragen sie nur, wenn ergänzend eine Elementarschadenversicherung besteht.

Hausrat

Bei der Versicherung der Wohnungseinrichtung ist die Lage ähnlich. Die normalen Hausratsversicherungen treten zwar für Folgeschäden beispielsweise durch Hagel ein, außerdem greifen sie bei Wasserschäden durch geplatzte Leitungen. Schäden durch Überflutungen von außen decken sie aber nicht automatisch ab. Für solche Fälle muss eine zusätzliche Option für die Abdeckung von Elementarschäden vereinbart werden, die ergänzend eintritt.

Autos

Bei Schäden an geparkten oder stehenden Autos greift die Teilkaskoversicherung. Das gilt etwa für Beulen, die durch Hagelschlag entstehen. Auch bei plötzlichen Überschwemmungen, etwa in Tiefgaragen, übernimmt sie die Schäden. Nicht übernommen werden aber Schäden durch Überflutungen, wenn der Autofahrer sich fahrlässig selbst in Gefahr begibt. Die trifft etwa dann zu, wenn er eine überschwemmte Fahrbahn benutzt, und dabei ein Schaden entsteht.