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01. Februar 2012

Erst Lärm, dann Stille

Ohren besser schützen.

Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland haben Hörprobleme. Fast jeder fünfte Erwachsene braucht sogar ein Hörgerät, so die Deutsche Seniorenliga nach Informationen der Agentur Global Press. Schuld daran seien oft Verkehrs- und Alltagslärm oder ein hoher Lärmpegel am Arbeitsplatz. Zu laute Geräusche sowie erhöhte und lang andauernde Geräuschkulissen können die Sinneszellen im Innenohr beschädigen. Dazu reicht schon eine Belastung von 85 Dezibel. Das ist nicht viel: In einer gut besuchten Kneipe können Werte zwischen 88 und 97 Dezibel erreicht werden. Die Lärmbelastung wirke sich auch negativ auf den Organismus aus. Dieser reagiert mit der vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen, was zu erhöhten Blutdruck- und Blutfettwerten führt. Vor diesen Folgen gebe es aber auch Schutz. Eine konsequente Lärmvermeidung sei die beste Maßnahme. So sollte Musik grundsätzlich nicht zu laut gehört und dem Gehör regelmäßige Erholung verschafft werden, etwa an einem ruhigen Ort. Besteht keine Möglichkeit, dem Lärm zu entkommen, sei ein Gehörschutz durch Ohrstöpsel oder einen sogenannten Kapselhörschutz angeraten, so die Deutsche Seniorenliga. "An sehr lauten Orten, aber auch bei lang anhaltendem Lärmpegel, sollte das Tragen von Ohrstöpseln Pflicht sein", meint dazu etwa Arneborg Ernst, Direktor der HNO-Klinik am Unfallkrankenhaus Berlin.

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Autor: bz