Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
01. Februar 2012
Geschädigte unterversorgt
Schwerhörigenbund klagt.
Hörgeschädigte in Deutschland bleiben trotz rasanter technischer Entwicklungen häufig unterversorgt. Nur etwa die Hälfte der rund sieben Millionen Schwerhörigen, denen ein Hörgerät Abhilfe verschaffen würde, sei im Besitz dieser Technik, sagte Harald Seidler, Präsident des Deutschen Schwerhörigenbunds, im Rahmen eines Verbandstags in Dresden. Der Schwerhörigenbund kämpfe seit Jahren für eine höhere Kostenerstattung durch die Krankenkassen.
Seidler verwies auf ein Urteil des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 2009, wonach die Kassenbeträge für hochgradig geschädigte Schwerhörige zu gering seien. Häufig würden so nur einfache Geräte ausgehändigt, die dann in der Schublade lägen, bei anspruchsvolleren Geräten würde nur eins von fünf möglichen Programmen aktiviert.
"Viele Leute haben einen Porsche am Ohr und bewegen sich im Tempo einer Ente", umschrieb Seidler diesen Zustand.
Werbung
Autor: tmn
