HINTERGRUND

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 28. Dezember 2017

Gesundheit & Ernährung

Was ist der Blutdruck?

Um alle Organe im menschlichen Körper zuverlässig versorgen zu können, muss das Blut mit einigermaßen Power durch das Gefäßnetzwerk geschickt werden. Zuständig dafür sind das Herz, die Gefäße und die Muskeln. Das Starttempo gibt das Herz vor, das sich zusammenzieht und dabei Blut aus seiner linken Hauptkammer in die Hauptschlagader presst – vier bis fünf Liter pro Minute bei einem Erwachsenen im Ruhezustand. Diese Phase heißt Systole und ergibt den systolischen Blutdruck. Erschlafft das Herz, bevor es sich ein nächstes Mal zusammenzieht, lässt der Blutdruck sofort nach – das ist der sogenannte diastolische Blutdruck. Beide Werte zusammen ergeben den Blutdruck eines Menschen, also die Kraft, die das Blut auf eine bestimmte Fläche ausübt. Er wird zum Beispiel als 120/75 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) geschrieben. In der EU und der Schweiz ist die Bezeichnung mmHg üblich, der Blutdruck kann aber auch in kPa (Kilopascal) angegeben werden. Im Laufe eines Tages variiert er ständig. Meist ist er morgens etwas höher als nachts. Sport, Ärger, Stress sind Faktoren, die die Pumpleistung des Herzens und damit den Blutdruck beeinflussen. Auf seinem Weg durch den Körper verliert das Blut immer mehr an Druck. Ist es in den Füßen angekommen, genügt die Energie, mit der es vom Herzen losgeschickt worden ist, nicht mehr, um das Blut zurückzutransportieren – zumal auch die Schwerkraft wirkt. Hier helfen Gefäße und vor allem Muskeln durch Zusammenziehen. Eine gut trainierte Wadenmuskulatur wird dann zum besten Freund der Beinvenen.