Naturalie

Knackiges Kalzium: die Haselnuss

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 22. August 2018 um 00:00 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Verderben wir uns die Laune gleich zu Beginn: Unfassbare 650 Kalorien stecken in 100 Gramm Haselnuss.

Das liegt am Fett, das in Haselnüssen hauptsächlich in der Form einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren vorliegt. Aber dabei handelt es sich um das "gute" Fett, von dem eine gewisse Menge lebenswichtig ist. Dick macht es trotzdem. Die Haselnuss hat sich einiges einfallen lassen, um das Fettfiasko ein bisschen erträglicher zu machen. Keine andere Nuss enthält so viel Vitamin E, worüber sich unsere Haut und generell die Zellen freuen, die so vor Alterungsprozessen geschützt werden. Eine tüchtige Portion pflanzliches Eiweiß macht Haselnüsse zum idealen Snack für Proteinjunkies. Wer lieber seinen Kalziumbedarf decken möchte, der tausche seine Kuhmilch gegen Haselnüsse: Die enthalten nämlich die doppelte Menge des Mineralstoffs. Hinzu kommt eine große Portion Magnesium, ergänzt mit Eisen, Selen, Kupfer und Zink. Achtung, Haselnüsse schimmeln schnell und sind dann giftig. Allergiker sollten die Nüsse im Backofen rösten, die Hitze verändert die Eiweißsubstanzen, so dass die Nüsse oft besser vertragen werden – außerdem schmecken sie so um Welten besser. Für ein bisschen mehr Haselnuss im Leben eignet sich ein Salatdressing bestens. Dafür etwa zwei Esslöffel Haselnussmus mit einem Esslöffel Apfelessig oder Zitronensaft verrühren – wer es saurer mag, nimmt mehr Essig. Entweder so über den Salat gießen oder noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.