NATURALIE

cfr

Von cfr

Mi, 27. Dezember 2017

Gesundheit & Ernährung

Bittere Einschlafhilfe: die Walnuss

Wir reden gar nicht um den heißen Brei herum, sondern gestehen sofort: Ja, die Walnuss ist eine Kalorienbombe. Sie besteht aus bis zu 60 Prozent Fett. Aber: Sie macht nicht zwangsläufig dick. Denn zusätzlich zum Fett enthält sie viele Ballaststoffe und Eiweiß. Dadurch wird der Magen langsamer geleert, wir fühlen uns länger satt. Keine Nuss verfügt über so viel mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren – die das Herz schützen – wie die Walnuss. Diese kurbeln die Wärmeproduktion an, und dabei werden Kalorien verbrannt. Wer abends vor dem Zubettgehen ein paar Walnüsse nascht, schläft besser. Die etwas bittere Nuss enthält eine für uns Menschen leicht aufnehmbare Form des Schlafhormons Melatonin, nach dem Verzehr steigt dessen Spiegel im Blut um das Dreifache an. Zink, eine besonders günstige Form von Vitamin E, Kalium, Magnesium, B-Vitamine: Studien zufolge soll die Kombination der Inhaltsstoffe die Gefäße schützen, die Häufigkeit von Krebs reduzieren, neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer verzögern und die Schwere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren können. Auch Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck sind keine Freunde der Walnuss. Die isst man am besten pur. Gemahlene Walnüsse passen gut in Kuchen und Kekse, auch ein Teil des Mehls lässt sich oft damit ersetzen. Wer Zeit hat: Die Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten (unbedingt dabeibleiben, Anbrenngefahr!) und über den Salat streuen.