Naturalie

Energie für die Nerven: die Zwetschge

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 01. September 2018 um 00:00 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Sie sind die süßesten unter den Pflaumen: Von allen Sorten enthalten Zwetschen den meisten Zucker. Das macht sie zum schnellen Energiespender für zwischendurch, aber nicht zum gesunden Obst für den Dauergebrauch.

Gegen einen moderaten Konsum in der Zwetschgensaison spricht jedoch nichts. Zumal das Steinobst kaum Fett enthält, dafür besonders viele gesunde Ballaststoffe. Die länglich-ovalen Früchte sind im Gegensatz zu Pflaumen immer dunkelblau-violett und haben ein goldgelbes Fruchtfleisch. Das löst sich besonders leicht vom Stein, auch das ist bei der Pflaume anders.

Weil die Zwetschge ordentlich mit Kalium ausgestattet ist, hilft sie dabei, überschüssiges Wasser auszuscheiden. An Mineralstoffen tummeln sich zudem Kalzium, Phosphat und Magnesium in der Frucht, auch die Spurenelemente Eisen und Zink finden sich in der Zwetschge. Wer stressige Tage im Job zu überstehen hat, stellt sich am besten eine Schüssel Zwetschgen auf den Schreibtisch.

Die zahlreich enthaltenen B-Vitamine sorgen für starke Nerven. Wie für alle blauen und roten Früchte gilt: viele Flavonoide an Bord. Diese Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe gilt als besonders zellschützend. Augen und Haut freuen sich über das Provitamin A, das in der Zwetschge steckt. Reife Zwetschgen lassen sich am besten pur vernaschen, machen allerdings auch eine hervorragende Figur auf einem Zwetschgenkuchen. Hier bitte niemals die Zwetschgenkumpel Zimt und Mandel vergessen, sonst wäre die kleine Pflaume beleidigt.