NATURALIE

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Von cfr

Di, 02. Januar 2018

Gesundheit & Ernährung

Verkannte Rübe: die Rote Bete

Es muss vor Jahrzehnten mal eine Phase gegeben haben, in der Eltern es einfach nicht verstanden, Rote Bete vernünftig zuzubereiten. Das Resultat sind heute völlig traumatisierte Erwachsene, die lieber hungrig vom Tisch aufstehen als die Rübe zu essen. Dabei gibt die sich echt Mühe. Der für das leuchtende Purpurrot verantwortliche Farbstoff Betanin zum Beispiel gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen. Davon hat die Rote Bete reichlich gebunkert, sie sollen vor Krebs schützen können. An Nährstoffen finden sich in der runden Rübe, deren Urform vermutlich aus Nordafrika stammt und mit den Römern nach Mitteleuropa kam, vor allem Kalium, Eisen, Folsäure und B-Vitamine sowie viele Ballaststoffe. Rote Bete enthält zudem Oxalsäure. Wer zu Nierensteinen neigt, sollte sich ihr gegenüber tatsächlich etwas zurücknehmen. Kein Grund für Zurückhaltung ist allerdings das enthaltene Nitrat. Der viel geschmähte Stoff, der im bisher unbestätigten Verdacht steht, krebserregend zu sein, wird gerade von Wissenschaftlern neu bewertet. Offenbar hilft er, den Blutdruck zu senken, verbessert die Durchblutung, die Verdauung und die Sauerstoffzufuhr des Gehirns. Zudem sind Sportler, die sich nitratreich ernähren, Studien zufolge leistungsfähiger. Für einen schnellen Rote-Bete-Salat eine rohe Rote Bete und einen Apfel raspeln, ein paar gehackte Walnüsse zugeben, mit Ahornsirup, Weißweinessig, Salz und Pfeffer sowie – für Unerschrockene – etwas Meerrettich abschmecken.