Öfter mal Rohkost, Vollkorn und wöchentlich Fisch

Jannik Jürgens

Von Jannik Jürgens

Do, 10. Januar 2019

Gesundheit & Ernährung

Immer mehr Deutsche gehen regelmäßig in eine Kantine – wie gut dort das Essen ist, können Kunden zum Teil selbst prüfen.

Currywurst und Pommes, vegetarische Cannelloni mit Käse gratiniert – oder doch Seelachsfilet auf Curry-Wirsing? Wer in die Kantine geht, und das tun 25 Prozent der deutschen Männer und 14 Prozent der Frauen mindestens einmal pro Woche, hat die Wahl. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Einige Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) können helfen, die eigene Kantine zu bewerten und täglich gut zu essen.

Der Kantinenschnelltest
Die DGE hat Fragen formuliert, anhand derer jeder seine Kantine auf den Prüfstand stellen kann. Darunter: Werden täglich Gemüse und frischer Salat angeboten? Gibt es Obst sowie Milch und Milchprodukte? Werden frische Kräuter bei der Speisezubereitung eingesetzt? Gibt es Nährstoffangaben auf der Speisekarte? Wird zwischen Kartoffeln, Reis und Nudeln abgewechselt? Gibt es ein reichhaltiges Angebot an alkoholfreien Getränken, wie Mineralwasser, Fruchtsäfte und Schorlen? Kann der Gast sich über die verwendeten Zusatzstoffe im Essen informieren? Wenn eine dieser Fragen mit Nein beantwortet wird, besteht laut DGE Verbesserungsbedarf.

Es kommt auch auf den Gast an
Beim Essen in der Kantine sind immer zwei beteiligt, Koch und Gast. Auch in der besten Kantine kann ungesund gegessen werden, wenn oft das Gleiche und insgesamt zu viel verzehrt wird, sagt die DGE. Sie schlägt vor, nicht jeden Tag Fleisch, mindestens einmal pro Woche Seefisch und täglich Gemüse und frische Salate zu verköstigen. Rohkost kann eine Alternative zu gegartem Gemüse sein, das beim Warmhalten oft verkocht. Mindestens einmal pro Woche sollten laut DGE Vollkornprodukte auf den Teller kommen. Die machen länger satt und nachmittags muss nicht unbedingt zum Schokoriegel gegriffen werden. Ein weiterer Tipp für alle, die keine körperlich schwere Arbeit verrichten: Als Ergänzung zum Hauptgericht täglich entweder eine Vorspeise oder einen Nachtisch wählen.

Kommunikation ist wichtig
Kantinen sollten laut DGE einen Briefkasten oder eine E-Mail-Adresse haben, damit Gäste mit der Küchenleitung in Kontakt kommen können. So kann gesagt werden, welches Gericht zu fad gewürzt war, was besonders gut und was gar nicht geschmeckt hat. Gäste können auch Vorschläge machen, was sie gerne in der Kantine essen würden.

Der Teufel steckt in der Soße
Ernährungswissenschaftler warnen seit Langem, dass sich in Sahnesoßen und Salatdressings viele Kalorien verstecken. French oder Cesar’s Dressing bestehen aus zu großen Teilen aus Mayonnaise und Sahne. Dadurch wird der Salat kalorienreich. Besser: Essig, Öl und Kräuter, idealerweise direkt am Büfett.