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09. Juli 2012
Sparen beim Hautkrebstest
Prüfer raten von Hautarzt Zusatzangebot ab .
Das Geld für eine Dermatoskopie beim Hautarzt im Rahmen der Früherkennung von Hautkrebs kann man sich sparen. Das ist das Ergebnis des IGeL-Monitors des Medizinischen Dienstes der Kassen, der diese den Patienten oft selbst in Rechnung gestellte Leistung einer Prüfung unterzogen hat. Die Kassen bezahlen Männern und Frauen ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre eine Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs. Diese Untersuchung besteht darin, dass ein Arzt die gesamte Körperoberfläche absucht und dabei unter Umständen auch Lupen verwendet.
Als Ergänzung dazu bieten Hautärzte eine so genannte Dermatoskopie an. Dieses Verfahren geht über die Standarduntersuchung mit einer einfachen Lupe hinaus: Das Dermatoskop ist eine spezielle beleuchtete Lupe. Auf die Hautstelle, die betrachtet werden soll, wird eine Flüssigkeit aufgebracht, auf die das Dermatoskop aufgesetzt wird. So kann die Haut besser beurteilt werden. Der gängigen Praxis, die Dermatoskopie als Selbstzahlerleistung zu deklarieren, widerspricht jetzt der Igel-Monitor in seiner neuesten Veröffentlichung. "Nach gründlicher Prüfung sehen wir keine Grundlage dafür, dass die Dermatoskopie als Igel angeboten wird", sagt Monika Lelgemann, Leiterin des Igel-Monitors. Die Begründung: Auffällige Hautstellen erkennt der Arzt mit dem bloßen Auge, dafür braucht er das Dermatoskop nicht. Anders verhält es sich bei der Untersuchung verdächtiger Hautstellen, wenn der Arzt sie im wahrsten Sinne "unter die Lupe nehmen" möchte. Für diese Abklärung ist es üblich, dass der Arzt das Dermatoskop verwendet. Dann handelt es sich aber um eine so genannte kurative Leistung, die ohnehin von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
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Autor: BZ



