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06. Februar 2012 16:19 Uhr

Frühchenstation

Uniklinik Freiburg: Hat das Personal den gefährlichen Keim verbreitet?

Er ist gefürchtet, da er gegen viele Antibiotika resistent ist: An der Freiburger Uniklinik war auf der Frühchenstation kürzlich der Keim MRSA aufgetaucht. Ob ihn das Personal verbreitet hat, wird aktuell noch untersucht.

Nach dem Auftreten des Krankenhauskeims MRSA in einer Intensivstation für Frühgeborene an der Uniklinik Freiburg wird derzeit untersucht, ob das Personal den Keim verbreitet hat. Das Ergebnis liegt allerdings, anders als es zunächst den Anschein hatte, noch nicht vor. Ziel sei es, so ein Sprecher der Uniklinik, die Ursache zu finden und somit weiteren Schaden abzuwenden. Alle 70 Beschäftigten der Station würden untersucht. Dies werde noch einige Tage dauern.

Bei vier der insgesamt zwölf Babys auf der Freiburger Station für Frühgeborene waren MRSA-Erreger festgestellt worden. Die Klinik hatte daher am vergangenen Donnerstag einen Aufnahmestopp für die Station verhängt und den Hygieneschutz noch einmal verstärkt.

Die vom MRSA-Erreger betroffenen Säuglinge konnten den Angaben zufolge schnell geheilt werden. Die Station betreut Kinder, die vor der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Bei MRSA handelt es sich um Methicillin-resistente Staphylokokken. Sie sind gegen viele Antibiotika resistent.

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Bei MRSA handelt es sich um Methicillin-resistente Staphylokokken. Vor kurzem hatte eine tödliche Infektionswelle in Heidelberg bei Krebspatienten für Schlagzeilen gesorgt. In Bremen war die Frühchenstation geschlossen worden, nachdem es zu drei Todesfällen gekommen war. In Freiburg war die Gefahr vergleichsweise früh erkannt worden, das Risiko konnte dadurch verringert werden.

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Autor: dpa