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06. Februar 2012
VOM E IM ESSEN
Das auch E968 genannte Erythrit ist zwar als Zusatzstoff nur wenigen bekannt, dafür handelt es sich aber um einen echten Allrounder. Der Stoff, der auch unter den Handelsnamen Erythritol und Sukrin vertrieben wird, ist ein so genannter Zuckeralkohol. Zu dieser Gruppe zählt zum Beispiel auch das Süßmittel Sorbit. Auch Erythrit ist dem Haushaltszucker Saccharose geschmacklich sehr ähnlich. Mit diesem verglichen hat es eine Süßkraft von 60-80 Prozent, dafür aber kaum Kalorien. Dies liegt daran, dass es zwar aufgenommen wird, aber vom Körper nicht verarbeitet werden kann. Die Folge: Der Mensch scheidet es letztlich unverändert wieder aus. Somit wirkt sich Erythrit auch nur geringfügig auf Blutzucker, Insulinspiegel und das Hungergefühl aus. Zudem gilt der Stoff im Vergleich zu Zucker als weniger aggressiv zu den Zähnen. Neben seinen süßenden Eigenschaften wird E968 auch als Geschmacksverstärker, Feuchthaltemittel, Trägerstoff und Komplexbildner in zahlreichen Lebensmitteln eingesetzt. Erythrit stellt man industriell mit Hilfe spezieller Hefepilze aus Glukose her, für Fachleute gilt es prinzipiell als unbedenklich. Bei Einnahme größerer Mengen von mehr als 50 Gramm kann der Stoff jedoch Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfälle auslösen. Weil Erythrit im Vergleich zu anderen Zuckeraustauschstoffen jedoch zu größeren Anteilen im Dünndarm aufgenommen wird und deshalb nur etwa zehn Prozent der ursprünglich zugeführten Menge den Dickdarm passieren, sind Verdauungsstörungen seltener als bei den Konkurrenzprodukten. Aber auch für E968 gilt: Enthalten Lebensmittel besonders hohe Mengen an Zuckeraustauschstoffen, müssen sie mit dem Warnhinweis "kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" gekennzeichnet werden. Macht nicht dick, aber dafür manchmal Durchfall: Erythrit
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Autor: wo


