Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
01. März 2010
Auf die Plätze, fertig, los
Die Zeit zu säen hat begonnen / Was alles für eine erfolgreiche Anzucht benötigt wird.
Ganz oben auf dem Programmzettel steht jetzt die Pflanzenanzucht. Wer selbst Zier- und Gemüsepflanzen anzieht, hat freie Wahl, was Arten und vor allen Dingen Sorten betrifft. Allerlei Zubehör hilft, dass das Vorhaben gelingt.
Zuerst müssen verschiedene Anzuchtgefäße vorhanden sein. Kleine und etwas größere Töpfe verschiedener Größen gibt es aus Ton, Kunststoff, Presstorf, einzeln, wie in erster Linie Tontöpfe, oder als zusammenhängende Platten, sowohl aus Kunststoff wie aus Torf. Solche Platten lassen sich vor Gebrauch platzsparend stapeln, sind leicht, stehen sicherer als Einzeltöpfe, und wenn man umsetzen will, kann man gleich mehrere auf einmal anheben und transportieren. Jene aus Kunststoff reinigt man nach Gebrauch und verwendet sie mehrfach. Torfpresstöpfe halten die Wurzelballen gut zusammen, ohne sie einzuzwängen, ersparen beim Umsetzen in größere Töpfe und beim Pflanzen das Austopfen, so dass keine Wurzeln verletzt werden. Gleich in Töpfe sät man vorzugsweise Arten mit größeren Samen wie Glockenrebe, Kürbis oder dergleichen. Feineres Saatgut sät man in Saatschalen, vorteilhaft viereckige, deren Maße mit dem Platz in genormten Pikierkisten korrespondieren, so dass jeder Quadratzentimeter genutzt wird. Besonders praktisch sind gerade bei der Anzucht etwas empfindlicherer Arten dazu passende durchsichtige Abdeckhauben oder, noch besser, heizbare, thermostatisch gesteuerte Anzuchtbeete, die vorgegebene Temperaturen halten.
Werbung
Wichtig ist die Verwendung eines geeigneten Substrates. Es sei humos, locker, durchlässig, luftig und nicht zu nährstoffreich auf die Bedürfnisse junger Pflanzen eingestellt, denn diese brauchen weniger Nährstoffe als ältere. Zu hohe Nährstoffkonzentration könnte den Pflanzen infolge des höheren osmotischen Drucks Wasser entziehen, so dass sie kümmern oder gar eingehen. Also muss spezielles Anzuchtsubstrat her. Sand dient dazu, das Substrat eventuell noch ein bisschen durchlässiger zu machen oder feine Saaten abzudecken.
Des Weiteren gehört zum Zubehör eine Pflanzschaufel, eventuell ein Sieb, um ganz fein zu sieben. Mit einem wasserfesten Spezialstift vermerkt man auf Etiketten Art, Sorte, Aussaattermin, damit es keine Verwechslungen gibt. Man braucht unbedingt eine Gießkanne mit feiner Brause, hilfsweise einen Wäschesprenger.
Autor: Ilse Jaehner
