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Ilse Jaehner

Von Ilse Jaehner

Mo, 03. September 2018

Haus & Garten

Im Ziergarten steht die Pflanzung von Immergrünen und vieles andere an.

Im Laufe des Septembers beginnt die Pflanzzeit von immergrünen Laub- und Nadelgehölzen. Immergrüne Laubgehölze wirken insgesamt weniger steif als Nadelgehölze. Darum sei man sparsam mit Fichten, Tannen, Scheinzypresse, Thuja. Rhododendren, Azaleen und Kirschlorbeer sehen mit Blättern statt Nadeln freundlicher aus.

Vor dem Pflanzen sind immergrüne Gehölze mit besonders festen Wurzelballen unbedingt lange genug zu wässern, damit die Ballen durch und durch feucht sind, bevor sie in die Erde kommen.

Viele Gartenbesitzer denken im September allerdings gewöhnlich zuerst an die Pflanzung von frühjahrsblühenden Zwiebel- und Knollengewächsen, von Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und Co. Noch vor diesen sollten jedoch jene Arten gepflanzt werden, deren Zwiebeln keine schützende Trockenhäute haben wie Schneeglöckchen, Blaustern oder Schneestolz, die deswegen längeres Lagern an der Luft schlecht vertragen.

Ferner nutzt man milde Septembertage zur Pflanzung von Stauden, in erster Linie frühjahrs- und sommerblühender Arten beziehungsweise Sorten. Es ist allerlei zu tun, bevor die Pflanzen letztendlich gesetzt werden. Zuerst ist die Pflanzenauswahl dran, wobei die Ansprüche der Pflanzen die größte Rolle spielen, vor allem was Licht und Schatten angeht. Auch die Bodenverhältnisse sind zu berücksichtigen. Erst dann geht es an die Wahl von Sorten nach Blühtermin, Höhe, Farbe und dergleichen. Außer um Neupflanzungen kümmert man sich um Durchsicht des vorhandenen Bestandes. Ältere Stauden, die weniger reich blühen, werden aufgenommen, geteilt und so verjüngt in gut verbesserten Boden gesetzt.

Lücken zwischen Stauden füllt man mit Zweijahrsblumen. Sehr gut eignen sich dafür Bartnelken und Goldlack, ferner Marienglockenblumen, Königskerzen, Stockrosen. Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Tausendschön aus Junisaat pflanzt man solo oder kombiniert mit allerlei Blumenzwiebeln.

Routinearbeiten müssen weiter erledigt werden. Abgeblühtes ist zu entfernen, falls es nicht in Form von Frucht- und Samenständen hungrigen Vögeln als Futter dienen könnte. Hecken aus Lebensbaum oder Scheinzypresse brauchen eventuell einen zweiten Schnitt, damit sie dicht bleiben, jedoch nicht später als Ende September.