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25. Januar 2012
Daheim wird es bunt und wild gemustert
Beim Einrichten werden häufig Muster eingesetzt.
Ob Grafik-Design, Neo-Barock oder nostalgische Stickmotive – selten war die Wohnungsdekoration bei Mustern und Farben so freizügig wie im Moment. Und selten zuvor gab es so wenig Grenzen bei der Kombination. Da steht das dreifarbige Sofa mit Grafikmuster vor einem Holzparavent im Pixeldesign, daneben tummeln sich Beistelltische aus Metall und Holz, und über dem Ensemble thront ein alter chinesischer Wandteppich.
Muster halten den Blick fest und inspirieren, erläutert der Trendforscher Axel Venn aus Berlin. "Ich habe noch nie in einem weißen Raum ein interessantes Gespräch gehabt." Außerdem demonstrieren Muster und Farben in der Wohnung Selbstbewusstsein – das ist der einzige Trend, den man wirklich festhalten kann. "Ich gestalte heute meine Wohnung nicht wie es einem Trend entspricht – sondern wie es mir entspricht", ergänzt die Architektin und Buchautorin Annette Galinski aus Ludwigsburg.
Es gibt Tricks, wie der wilde Mustermix harmonisch rüberkommt. Zunächst sollte man sich fragen, wie der Raum genutzt werden soll: als Rückzugsort oder Kommunikationszentrum? Danach richtet sich, ob die Farben und Muster anregend oder beruhigend wirken sollen. "Wichtig ist auch, ob mit der Umgestaltung die Proportionen des Raumes verändert werden sollen", sagt Galinski. Horizontale Muster beispielsweise gaukeln dem Auge optische Weite vor.
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Autor: dpa
