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03. Dezember 2011

Der Platz, sich zu entfalten

BZ-SERIE STADT, LAND, FLUSS, BERG: Wo man lebt, bestimmt, wie man lebt.

  1. In der Freiburger Altstadt ist viel los: Mancher ist da froh über seinen ruhigen Wohnort auf dem Land. Foto: Ingo Schneider

Die Formen des Zusammenlebens haben sich verändert. Sie sind vielfältiger geworden. Und damit haben sich auch die Wohnbedürfnisse verändert. Die Serie Stadt, Land, Fluss, Berg wird sich bis Jahresende mit den regionalen Besonderheiten des Wohnumfelds beschäftigen.

Die meisten Menschen leben heute alleine in sogenannten Singlehaushalten. Das liegt zum einen am Aufbrechen traditioneller Familienstrukturen, zum anderen an der Struktur der Alterspyramide. Mit den Singlehaushalten einher geht der zunehmende Flächenverbrauch. Wo vor 50 Jahren drei Generationen einer Großfamilie unter einem Dach lebten, kommt es heute vor, dass eine 80-jährige Frau im Einfamilienhaus mit sechs Zimmern wohnt. Die Ansprüche haben sich verändert. Viel Platz zur Entfaltung ist gefragt. Dörfer fressen sich ins Umland, Städte verleiben sich Vororte ein. Im Jahr 2010 wurde in Baden-Württemberg laut Statistischem Landesamt eine Fläche von knapp 3500 Fußballfeldern verbaut.

Wer lebt wo? Und warum ausgerechnet dort? Kurze Wege zum Arzt, zu Geschäften, zu öffentlichen Verkehrsmitteln – die Stadt ist komfortabel, wenn Wege im Alter anstrengend werden. Junge Menschen schätzen dagegen die überbordenden Freizeitangebote in der Stadt. So etwa die 21-jährige Studentin, die in Freiburg ein Zimmer bewohnt. Warum sie in der Stadt lebt, ist kommende Woche an dieser Stelle zu erfahren.

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Unvorstellbar als Wohnort wäre der städtische Trubel für eine Familie aus dem Ortenaukreis, die am vierten Adventswochenende an dieser Stelle vorgestellt wird. Seit Generationen lebt sie auf dem Land – im gleichen Ort. Derzeit sind es vier Generationen, die sich gegenseitig unterstützen. Sie schaffen sich ihre Infrastruktur selbst, innerhalb der Familie.

Mittlerweile ist die Frage nach dem Wohnort auch eine Frage der Erschwinglichkeit. Während man in einem Ort für den Neubau 1500 Euro pro Quadratmeter bezahlt, kann der Preis einige Kilometer weiter fast doppelt so hoch sein. "In ländlichen Regionen ist durch die demografische Entwicklung und Fortzug seit einigen Jahren ein sinkendes Preisniveau von Immobilien zu beobachten", sagt Jürgen Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD. Das machte sich ein Paar zunutze, das auf dem Rheindamm bei Ottenheim lebt. Mit dem ungewöhnlichen Zuhause, dem alten Rheinwärterhaus, erfüllte es sich einen Traum, wovon hier an Heiligabend erzählt wird.

Unter besonderen Umständen lebt auch eine Familie aus dem Raum St. Blasien. Mit ihrem Ziegenhof versuchen sie den manchmal schwierigen Standort Berg bestmöglich zu nutzen und damit ihren Heimatort zu stärken. Nachzulesen ist diese Geschichte an Silvester.

INFO: SERIE: STADT, LAND, FLUSS, BERG

An den nächsten Samstagen finden Sie an dieser Stelle Beispiele über das Leben und Wohnen in der Region:
10. Dezember: In der Stadt

17. Dezember: Auf dem Land

24. Dezember: Am Fluss

31. Dezember: Auf dem Berg  

Autor: manu

Autor: Manuela Müller