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01. März 2010
Duftende Blüten, giftige Beeren
Der Echte Seidelbast ist ein früher Blüher, aber für Gärten mit Kindern wenig geeignet.
Der Echte Seidelbast, auch Gewöhnlicher Seidelbast genannt, gehört im Frühjahr zu den ersten blühenden Pflanzen im Garten. Bereits von Februar bis April, lange vor der Laubentfaltung, öffnen sich die stark duftenden, purpurrosa Blüten. Obwohl Vögel eine Leidenschaft für die Beeren haben, warnt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde vor dem Verzehr. Denn alle Pflanzenteile sind für Menschen hochgiftig.
Der Seidelbast (botanisch: Daphne mezereum) ist ein sommergrüner, etwa ein Meter hoher Strauch mit wenigen, dicken, aber biegsamen Zweigen. Er steht gern schattig und ist daher für die Unterpflanzung von Bäumen oder Gehölzrabatten gut geeignet. Der Boden sollte frisch bis feucht durchlässig sein. Die farbenfrohen, duftenden Blüten stehen zu je zwei bis drei Einzelblüten an den Zweigen des Vorjahres.
Von Juni an färben sich die erbsengroßen Beeren scharlachrot. Die gefährlichen Früchte haben einen schwarzen Steinkern und ähneln dadurch einsamigen Steinfrüchten. Der BDG rät dazu, besonders in Gärten, in denen Kinder spielen, auf den giftigen Seidelbast zu verzichten. Für eine Reihe von Vögeln ist seine Giftigkeit indes kein Problem. Für sie dient er als Nahrung, die Kerne werden ausgespien. Auf diese Weise sorgen sie für die Verbreitung der Pflanze.
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Autor: dpa
