Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

01. September 2011

Im Ziergarten kündigt sich nicht nur das Ende der Saison an

Jetzt schon an das kommende Jahr denken: Was in den Septemberwochen im Ziergarten gesät und gepflanzt wird, ist für das Blühen im nächsten Jahr bestimmt.

  1. Koniferen können einen eigenen Reiz entfalten. Wie für andere Immergrüne ist auch für sie jetzt Pflanzzeit. Foto: peter busch

Noch freuen wir uns an den Blüten und Früchten dieses Jahres, an Herbstzeitlosen, Herbstkrokussen, Herbstastern und Chrysanthemen, Dahlien und Gladiolen, an Rosen – noch lange nicht den letzten. Hohe Staudengräser setzen ihre Blütenstände als Standarten. So manch Gehölz schmückt sich mit schön gefärbten Früchten. Eine Ahnung von Laubfärbung liegt über dem Garten. Der Sommer geht in den Herbst über.

Gartenbesitzer wissen indes, dass mit dem Herbst nicht nur ein Ende kommt sondern ein neuer Anfang beginnt. Was in diesen Septemberwochen gesät und gepflanzt wird, ist für das Blühen im nächsten Jahr bestimmt. Wir erinnern an die Pflanzung frühjahrs- und sommerblühender Zwiebeln. Außer Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Scillaarten und anderen mehr für die frühe Blüte setzt man auch Zwiebeln für späten Flor, unter anderem reichlich Lilien sowie große und kleinere Zierlauche.

Die im Mai gesäten Zweijahrs-blumen erstarkten zu kräftigen Exemplaren und werden nun ebenfalls an Ort und Stelle gesetzt, außerdem Stauden, mit Ausnahme solcher, die jetzt blühen. Immergrüne Gehölze, ob nadel- oder laubtragend, pflanzt man ebenfalls, damit sie noch vor dem Winter fest einwurzeln und so härtere Fröste gut überstehen, weil neue Wurzeln genügend Wasser aufnehmen können.

Werbung


Ein typisches Merkmal des Altweibersommers auf der Grenze zwischen Sommer und Herbst besteht darin, dass es häufig wochenlang sonnig und verhältnismäßig warm ist. Alle frisch gesetzten Pflanzen mit Ausnahme von Blumenzwiebeln müssen deswegen sofort gut angegossen und weiter ausreichend feucht gehalten werden. Gehölze wässert man kannenweise im Abstand von einigen Tagen. Stauden werden öfter überspritzt und so Verdunstungsverluste ersetzt. Dies Verfahren erleichtert auch immergrünen Gehölzen das Anwachsen. Etliche Einjahrsblumen werden vorteilhaft im Herbst gesät, so Jungfer im Grünen, Ringelblume, Hainblume, Rittersporn, Mohn. Man sät, wo sommerblühende Einjahrsblumen schon merklich nachlassen und dadurch Platz wird. Achtung: Herbstsaaten setzen betont lockeren, durchlässigen, vor allem unkrautfreien Boden voraus.
Der September eignet sich hervorragend zur Neueinsaat von Rasen oder zur Renovierung unschöner Flächen. Die Samen keimen jetzt schnell, falls es genügend regnet. Noch besser ist es, über die besäten Flächen Vlies zu breiten, unter dem sich Feuchtigkeit gut hält, ohne dass viel gewässert werden müsste. Außerdem muss man sich nicht über Vögel ärgern, die die Samenkörner wegpicken.

Autor: Ilse Jaehner


0 Kommentare

Damit Sie Artikel auf badische-zeitung.de kommentieren können, müssen Sie sich bitte einmalig bei Meine BZ registrieren. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.



Weitere Artikel: Haus & Garten