Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

01. März 2010

Kaki aus dem eigenen Garten

Mit etwas Aufwand und ein bisschen Glück wächst das exotische Obst auch hierzulande.

Kaki oder Persimone werden in China seit 1000 Jahren angebaut. In Vorderasien werden sie wie Äpfel gegessen. Jetzt gewinnt das leuchtend orangefarbene Obst auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Einige Gartenliebhaber bauen Kaki sogar selbst im Garten an. Die Bayerischen Gartenakademie hat zum Thema einige Ratschläge erarbeitet.

Gute Kakipflanzen sind veredelt. In Europa werden meist Kaki auf den Veredlungsunterlagen Lotuspflaume und die besonders winterharte amerikanische Kaki angeboten.

In den Obstregalen findet man die großen Früchte der Rojo Brillante. Diese Sorte wird hauptsächlich in Spanien angebaut. Sie und die Sorte Hama Fuyu aus Japan eignen sich für unser Klima weniger. Die Sorte Tipo, die auch als Kaki Lotti im Handel ist, wird in Italien angebaut. Sie ist sehr schmackhaft und durchaus auch bei uns im geschützten Anbau möglich. Nach Vanille schmeckt – wie der Name schon sagt – die Sorte Vanille. Sie kommt, wie Tipo, nach Aussagen von Kaki-Experten mit mitteleuropäischen Wintern zurecht.

Selbst die winterfestesten Sorten sind in Deutschland nicht sicher winterhart. Es ist empfehlenswert Kakipflanzen mit unter einem Meter Größe erst ein bis zwei Jahre im Kübel zu belassen und frostfrei zu überwintern. Größere und ältere Exemplare überstehen strenge Winter besser. Der Boden sollte durchlässig sein. Staunässe vertragen sie nicht. Kakipflanzen werden so groß wie kleinere Apfelbäume. Ein geschützter, sonnenverwöhnter Standort käme der Fruchtreife entgegen. Die Blüte der Kakipflanzen erscheint Ende Mai bis Juni und ist somit kaum spätfrostgefährdet. Kakipflanzen sind selbstfruchtbar und benötigen keinen Bestäuber.

Werbung


Kaki werden sehr spät geerntet. Wenn die Blätter bereits abgefallen sind, reifen die Früchte bis Oktober/November am Baum noch nach. Frost sollten sie allerdings nicht abbekommen. Druckstellen beim Ernten beeinträchtigen die Haltbarkeit. An einem mäßig kühlen Platz gelagert reifen sie bei etwa 12 °C bis 15°C nach.

Kaki benötigen keinen Schnitt. Nach einigen Jahren kann die Krone, etwas ausgelichtet werden. Schädlinge und Pilzerkrankungen sind bei ausgepflanzten Kakipflanzen bisher nicht aufgetreten.

Es ist empfehlenswert, die Kakipflanzen die ersten Jahre im Kübel zu halten. Man verwende am besten ein durchlässiges Kübelpflanzensubstrat oder mische Perlite unter die Erde. Den Kübel stellt man an einem warmen sonnigen Platz. Da das Holz bis zu -15 °C winterhart ist, kann man den Kübel im Herbst lange draußen lassen. Erst wenn lang anhaltende Fröste angekündigt sind, sollten die Kakipflanzen an einem kühlen, geschützten Platz stehen. Sie können sogar dunkel überwintert werden, da sie das Laub abwerfen.

Autor: BZ