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01. März 2010
Wenn sich die Beete füllen
Der Nutzgarten im Frühjahr: Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Gärtnerlaune.
Im Gemüsegarten bestimmt die allgemeine Witterung, mehr noch der Zustand des Bodens, den Beginn der Frühjahrsbestellung. Man kann davon ausgehen, dass auf schwerem, zugleich ziemlich feuchtem Boden frühe Saaten und Pflanzungen erst etwa 14 Tage später erfolgen können als auf einem leichten, lockeren, gut durchlüfteten, sich schnell erwärmenden Boden, der zugleich ziemlich viel Humus enthält.
Und das kann im März gesät werden: Möhren, Palerbsen, Dicke Bohnen, Schwarzwurzeln, Pastinaken, Zwiebeln, Schnitt- und Pflücksalat, Kresse, Radieschen, Spinat, Melde, Speiserüben, Petersilie, Borretsch. In warmen Lagen steckt man Steckzwiebeln, Schalotten, Knoblauchzehen Anfang des Monats, sonst entsprechend später.
Während sich so nach und nach die Beete füllen, verlangen zuerst gesäte Gemüsearten schon nach Pflege. Besonders auf leichteren Böden muss eventuell gegossen, bei schwererem durch häufiges Hacken dafür gesorgt werden, dass die Bodenoberfläche nicht verkrustet. Hat es kräftiger geregnet, wird grundsätzlich flach gehackt, damit das Wasser im Boden bleibt, den Pflanzen zur Verfügung steht und nicht ungenutzt durch die Bodenkapillaren verdunstet.
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Auch gepflanzt wird, nämlich ausdauernde Würz- und Heilpflanzen wie Salbei, Pfefferminze, Schnittlauch, Zitronenmelisse und andere. Im Frühbeet wachsen Schnittsalat, Kresse, Radieschen, Kopfsalat, Kohlrabi und sorgen für die ersten Ernten im neuen Gartenjahr. Im Kleingewächshaus erfolgt die Anzucht von Tomaten, Sellerie, Paprika und anderen Gemüsearten mit langer Vorkultur.
Im Obstgarten geht es hoch her, vorrangig mit der Pflanzung von Obstbäumen und Beerenobststräuchern. Es eilt sogar ein bisschen, denn Manche Bäume, vor allem Sträucher treiben bereits, die Knospen schwellen. Nur mit Kiwi und Wein kann man sich noch Zeit lassen.
Bei der Pflanzung von Obstbäumen achte man darauf, dass die Veredlungsstellen zwischen Unterlagen und Edelsorten etwa handbreit über dem Boden bleiben. Außerdem sind die Triebe aller frisch gepflanzter Obstgehölze vorschriftsmäßig zurückzuschneiden. Nach der Pflanzung ist einmal kräftig zu gießen, im Bereich der Wurzelscheiben zu mulchen. Bäume brauchen kräftige Pfähle, schwachwachsende wegen geringer Standfestigkeit zeitlebens.
Wer im Sommer nicht dazu kam, das Erdbeerbeet zu erneuern, nutzt jetzt die Gelegenheit zur Pflanzung, muss allerdings in Kauf nehmen, dass der Ertrag in diesem Jahr zunächst noch wesentlich geringer ausfallen wird als nach der Pflanzung im Sommer. Fachleute empfehlen eine Pflanzung bis spätestens 1. August.
Autor: Ilse Jaehner
