Moment mal!

Der Sommer, der Hund und ich: Laufen mögen wir nicht

Heidi Ossenberg

Von Heidi Ossenberg

Mo, 07. August 2017

Liebe & Familie

"Wie kommt denn dein Hund mit der Hitze klar?", fragen mitfühlende Mitmenschen dieser Tage häufig. Peach sitzt neben mir und schaut aufmerksam von Mensch zu Mensch – weil sie immer mitkriegt, wenn über sie gesprochen wird und immer die Hoffnung hegt, dass am Ende des Gesprächs eine Streicheleinheit oder gar ein Leckerli abfällt. "Ach", gebe ich zurück, "laufen mag sie grad gar nicht!" Ich übrigens auch nicht, füge ich in Gedanken hinzu. Mich fragt niemand, wie es mir bei 36 Grad schwüler Hitze und gefühlten 80 Prozent Luftfeuchtigkeit geht. Klar, ich habe auch kein Fell an und kann mir becherweise Eis kaufen. Aber bei uns Zweibeinern wird immer vorausgesetzt, dass wochenlanges Schwitzen ein Anlass zum Wohlfühlen ist, dass es Spaß macht, sich in luftige Sommerkleider und Sandalen zu werfen, dass man sich allabendlich jauchzend in einen mit trübem, lauwarmem Wasser gefüllten Baggersee wirft. Ich nicht. Zu Beginn des Sommers war ich in Irland – in der freudigen Erwartung, dass es täglich einen lebensbejahenden Mix aus Wolken, feinem Nieselregen und kurzen Sonneneinsprengseln geben würde. Was war? Fünf Tage kein Regen, dafür blauer Himmel und Sonne! Nun, übers Wetter jammern ist sonst echt nicht mein Ding. Schließlich ist Sommer – und die meisten Mitmenschen freuen sich. Und Peach und ich werden’s schon überstehen.