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01. Februar 2010
Hochzeitsfotografie - Das Glück festhalten
Jede Hochzeit ist einzigartig und einmalig, umso mehr ist eine professionelle Hochzeitsfotografie wichtig
Davon können Fotografen nicht genug kriegen: Eine schicke Braut, ach was, eine richtige Prinzessin, die mit ihrem weißen Kleid um die Wette strahlt. Daneben ein Bräutigam, durchgestylt, vom Scheitel bis zur Sohle. Außerdem viele fröhliche Gäste, und die Kulisse ist ebenfalls perfekt. So eine Hochzeit ist ein Traum, jeder Klick ein Treffer. "Das wäre zu schön", meint Fotografin Beate Lücke vom "Fotostudio mit Herz" in Bad Krozingen und lächelt. Gute Schnappschüsse haben nach ihrem Dafürhalten zwar durchaus ihren Reiz, doch für ein stimmungsvolles Hochzeitsbild braucht es mehr.
"Wichtig sind bewegte und lebendige Bilder, die individuell auf das Paar abgestimmt sind", so Lücke. Je natürlicher, desto besser. Authentische Aufnahmen erzielt Lücke am besten dann, wenn das Hochzeitspaar sich beim Posieren wohlfühlt. "Es soll Spaß machen, dann wirkt auch nichts, als ob es gestellt wäre."
Um dieses Ziel zu erreichen gibt es bei der Fotografin vor dem großen Ereignis einen kostenlosen Probetermin. "Das ist Gold wert", weiß Lücke aus Erfahrung, denn viele Details können dadurch schon im Vorfeld geklärt werden: Haben die Brautleute spezielle Hobbies, lässt sich die Komposition durch ein Musikinstrument, einen Fußball oder einfach nur ein Buch auflockern? "Ich versuche stets persönliche Dinge zu berücksichtigen", sagt Lücke.
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Darüber hinaus ist ihr eine besondere Kulisse wichtig. Dabei versucht die Fotografin spezielle Orte aufzuspüren – und nicht nur die Bank im Park.
Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die malerischen Gassen und Winkel der Staufener Altstadt. Auf diesem Terrain bewegt sich auch Fotograf Jürgen Holländer von Foto-Profi-Holländer aus Münstertal vorzugsweise, wenn es um die stimmungsvolle klassische Aufnahme geht. Wobei Holländer in jüngster Zeit eindeutig eine Trendwende verzeichnet, und zwar weg von der Studiofotografie hin zum Reportagestil.
"Das kommt aus Amerika", erklärt Holländer, "konkret heißt das, dass wir das Paar am Hochzeitstag sozusagen aus dem Hintergrund fotografieren." Emotionen einfangen, nennt Holländer diese Art der diskreten Begleitung, die – je nach Budget – für bestimmte Zeiten gebucht werden kann, entweder als Komplettpaket oder in Einzelbausteinen, etwa nur bei der Trauung oder der anschließenden Feier.
Dabei legt Holländer Wert darauf, dass keine Modelfotos entstehen, die wie gestellt wirken, sondern vielmehr authentische und belebte Bilder. Der Kunde bekommt dann aber "nicht einfach alles was geknipst" wurde, sondern eine vereinbarte Zahl guter Fotos, deren Bewertung Holländer nach dem Fototermin selbst vornimmt. So kann der Fotoprofi dem Brautpaar schließlich ein Album mit den schönsten Hochzeitsimpressionen als Papierabzug liefern und steuert außerdem noch eine Foto-CD bei, denn analog läuft mittlerweile gar nichts mehr.
"Das ist heute alles digital", erklärt Holländer. Zeitgemäße digitale Technik ist zwar auch für Fotografin Beate Lücke zwischenzeitlich Standard, doch räumt sie ein, nach wie vor ein Analog-Freak zu sein: "Ich fotografiere auch immer noch sehr gerne mit der guten alten Mittelformatkamera."
Das Arbeiten mit moderner Technik bringt für Fotografin Danuta Lehmann vom Fotoatelier Lehmann am Staufener Marktplatz vor allem mit sich, dass "frei Hand" aufgenommen wird. "Früher war alles mit Stativ und saß perfekt", schildert sie. Da müsse man bei bei der Digitalfotografie erheblich genauer auf das Umfeld achten, findet Lehmann, die sich nach eigenem Bekunden darauf verlassen kann, dass ihre Kunden die Bilder eifrig nachbestellen, wenn sie mit ihren Aufnahmen zufrieden sind. Damit das klappt, stellt Lehmann sich beim Fototermin individuell auf das Paar ein. "Ich kann meist schon beim Auftrag sehen, in welche Richtung die Brautleute ihre Bilder wünschen", sagt sie.
Mal sollen es klassische oder romantische Fotos werden, mal auch freche oder lustige Bilder. Wobei viele Brautpaare schon ganz konkrete Vorstellungen mitbringen. Trotzdem macht Lehmann ihren Kunden beim Shooting Vorschläge, damit außergewöhnliche Bilder gemacht werden können. Je nachdem wie die Paare dann reagieren und wie locker sie sich bewegen, versucht sie das Ganze dann aufs Bild zu bannen. "Manche trauen sich was und machen spontan mit bei einer Idee, manche sind eher reservierter, da gehe ich dann schon auch einmal ran und demonstriere selbst, wie die Einstellung am besten aussehen könnte", zeigt sich die 45-jährige Fotoexpertin beherzt bei der Sache.
Die passende Kulisse findet sie in Staufen vor ihrer Ladentüre, doch sie fährt mit den Paaren auch schon mal hinauf zur Ölbergkapelle. Sie hat immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich vieles beim Fototermin spontan entwickelt und das Brautpaar dann gemeinsam mit seinen Gäste ganz viel Spaß beim Fotoshooting haben kann.
Autor: sam
