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20. März 2017

Kinder und Werbung

Kinder und Werbung: Altersgerecht geht anders

Die schnellste Hotwheel-Bahn, das neueste Legoset oder der noch schokoladigere Pudding – was Werbung für Kinder angeht, bin ich empfindlich. Lange Zeit durfte mein Sohn kein Toggo schauen, weil dort alle 20 Minuten kindgerechte (will sagen: Kinder verführende) Werbung über den Bildschirm flimmert. Inzwischen ist mein Junge etwas älter und hat herausgefunden, dass bei dem Privatsender einfach die cooleren Serien laufen. Also haben wir uns hingesetzt und über den Unterschied zwischen Film und Werbung gesprochen und dass er mitnichten alles haben kann, was ihm da per Fernsehen angeboten wird. "Klar, Mama", sagte er, "kann ich jetzt weitersehen?" (Das nur zum Thema ausdiskutieren.) Doch während ich beim Fernsehen über den Aus-Knopf verfüge, ist man mit Kindern im Kino dem Geschmack anderer hilflos ausgeliefert. Und so muss man es manchmal aushalten, dass vor dem Disneyfilm der Werbeclip eines großen deutschen Discounters gezeigt wird, der Gott Zeus eine saftige Party feiern lässt. Weil die Völlerei aber zu teuer wird, beamt sich der spärlich Bekleidete auf die Erde, um dort billig einzukaufen. Dass er dabei ständig die Hüften kreisen muss und beischlafähnliche Bewegungen ausführt, hat nicht nur meinen Sohn irritiert, sondern auch die Kinder (und deren Eltern) um uns herum. Kleiner Appell an die Kinobetreiber: Denkt an das Alter eurer Zuschauer!

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Autor: Frauke Wolter