Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

08. Februar 2012

Liste hilft beim Umzug ins Heim

Senioren müssen sich vielen Fragen offen stellen.

Für viele Senioren steht im Alter ab einem bestimmten Punkt der Umzug in ein Seniorenheim bevor. Das ist für die meisten Menschen ein großer Schritt – bei dem einiges beachtet werden sollte, von einer Hausratversicherung über Vollmachten bis hin zu den Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Mit einem solchen Umzug ist zwar eine Menge Arbeit verbunden. Die sollte jedoch investier werden, rät Cathrin Redlin von der Caritas-Altenhilfe. "Vorsorge ist besser als Nachsorge", sagt sie. "Wenn ich mich rechtzeitig selbst um einen Heimplatz kümmere, dann weiß ich, wo ich hinkomme und was mit mir passiert."

Die Wahl für ein bestimmtes Seniorenheim fällt allerdings oft nicht leicht. Zwar könnten Verträge jederzeit gekündigt werden, die meisten wollten aber kein zweites Mal umziehen, sagt Ulrike Kempchen von der Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (Biva). Daher sollte man sich vorab gut überlegen, was einem bei dem Heim wichtig ist: Soll es in der Nähe der Kinder oder von Freunden sein? Wie ist die Verkehrsanbindung? Komme ich von dort aus gut zu meinem Hobby? Habe ich ein eigenes Bad, eine Kochgelegenheit? Kann ich dort bleiben, wenn ich pflegebedürftig werde? Um hier den Überblick zu behalten, kann eine Übersichtsliste helfen. Die gibt es zum Beispiel vom Bundesfamilienministerium. Caritasmitarbeiterin Redlin rät zudem, sich vorab mehrere Häuser anzuschauen. "Gut ist es auch, in dem Wunschhaus an Terminen teilzunehmen, zum Beispiel dem Frühjahrsfest." So lernen Interessierte das Haus, die Mitarbeiter und auch einige Bewohner kennen und bekommen ein Gespür für das Miteinander.

Werbung


Versicherungen unter die Lupe nehmen

Vor dem Einzug müssten auch verschiedene Papiere ausgefüllt werden. Dazu gehört neben dem Vertrag ein Anmeldebogen, der die Formalien des Einzugs regelt, ein Fragebogen, der vom Hausarzt ausgefüllt werden muss und auf dem pflegerelevante Diagnosen und die zu verabreichenden Medikamente vermerkt werden.

Mit dem Heim sollten darüber hinaus Fragen zum Telefon und der Versicherung geklärt werden. "Ein Telefonanschluss wird in der Regel über das Haus angeboten, was jedoch den Wechsel der Rufnummer zur Folge hat", sagt Kempchen. "Bei den Versicherungen raten wir meist, die Haftpflicht zu behalten, falls mal etwas im Haus zerstört wird." Die eigene Hausratversicherung könne dagegen gekündigt werden, wenn keine eigenen Möbel mit in das Heim gebracht werden.

Checklisten im Internet unter mehr.bz/heimliste

Autor: tmn