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12. Dezember 2011

MOMENT MAL!: Geschenke in Gefahr

Von Laetitia Obergföll.

Das Internet ist eine super Sache, daran gibt’s ja wenig Zweifel. In der Weihnachtszeit sind die Vorteile von Onlineshopping besonders offensichtlich. Geschenke braucht man schließlich, und mit Laptop und Tee auf dem Sofa kauft es sich doch gleich viel besinnlicher als samstags im Weihnachtswahnsinn der Innenstädte. Doch das Netz hat auch seine Tücken – ganz besonders beim Geschenkekaufen. Schon seit einiger Zeit nämlich setzen findige Firmen diese fiesen, ausgeklügelten Hilfsmittel ein, um auszuspähen, was der Internetshopper so alles brauchen könnte. Ein Mal nach Ankleboots gesucht – schon poppt beim Besuch jeder Nachrichtenseite eine Werbung mit zwanzig verschiedenen Schuhen dieser Art auf. Man fühlt sich beobachtet, bedrängt. Und zwar von etwas Unbekanntem. Einem unsichtbaren Werbefuzzi, der irgendwo im Computer sitzt. Das alleine ist schon unangenehm. Aber ob sich die Programmierer auch überlegt haben, dass ihre personalisierte Werbung zu echtem Beziehungsstress führen kann? Einmal nach einem Geschenk für den Liebsten gegoogelt, schon muss man sich irrwitzige Ausreden einfallen lassen, warum man den eigenen Laptop plötzlich nur noch ganz alleine nutzen darf. Ein ,Kann ich bei Dir mal schnell was nachschauen‘ wird da schnell zum Spießrutenlauf. Ein Glück nur, dass Männer manchmal so blind sind. Oder es zumindest äußerst überzeugend vorzutäuschen wissen.

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Autor: lo