Diät – nein danke

MOMENT MAL: Von der Lust auf Essen

Heidi Ossenberg

Von Heidi Ossenberg

Mo, 08. Januar 2018

Liebe & Familie

Das war ja klar: Kaum sind die Feiertage rum, an denen es fast in jedem Zuhause sehr gut und sehr üppig zu essen gegeben hat, müssen wir uns in die neuesten Diäten stürzen. Müssen? Natürlich nicht, aber schauen Sie doch mal auf die Cover der Frauenzeitschriften, die am Kiosk liegen. Dort wird gerade jetzt mit kurzen aber wirkmächtigen Schlagzeilen für die Rezepte im Innenteil geworben, die mit gaaanz wenig Kalorien auskommen. Und die selbstredend nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erarbeitet wurden und daher nicht nur wohlschmeckend, sondern auch total gesund und supereinfach nachzukochen sind. Echt!

Ich werde diese Rezepte dennoch nicht ausprobieren. Nicht, dass mein Körper nicht auch ohne das eine oder andere Pfund durchaus weiterhin überlebensfähig wäre. Aber meine Lebenserfahrung lehrt mich: Wenn ich mich auch nur gedanklich vage mit der Idee beschäftige, womöglich demnächst mal eine Diät in Betracht ziehen zu wollen – dann kriege ich Hunger. OK, sagen wir: Lust auf Essen. Schlimm!

Also überlese ich die Verlockungen auf den Titelseiten der Frauenzeitschriften und lebe damit, weiterhin so auszusehen, wie ich eben aussehe und so viel zu wiegen, wie ich eben wiege. Was ich mir allerdings sehr wohl vorgenommen habe: Weniger Süßigkeiten zu futtern. Den Kollegen wird’s freuen – zuletzt habe ich immer häufiger seinen Schokoladenvorrat geplündert...