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01. Februar 2010
Party statt Poltern
Hühner und Hirsche: Junggesellenabschiede boomen
Es geht darum, vor der Hochzeit ein letztes Mal geschlechtergetrennt um die Häuser zu ziehen und natürlich darum, zu trinken und Spaß zu haben: Der Junggesell(inn)enabschied (JGA), ein Partyphänomen aus England und Amerika, greift in Deutschland immer mehr um sich. Früher war er hierzulande eher derbes Dorfbewohnerritual, inzwischen hat er sich zum urbanen Massenevent entwickelt, für das zum Beispiel extra T-Shirts gedruckt werden. Bei manchem Paar ersetzt der JGA den traditionsreichen Polterabend. Für viele ist er lediglich eine zusätzliche Party.
Im Englischen heißen Junggesellenabschiede bei Männern "Stag Night" (Hirschabend), bei Frauen "Hen Night" (Hennenabend). Für die Volkskundlerin Christiane Cantauw aus Münster gehören die Junggesellenabschiede zum gesellschaftlichen Trend, das Leben zu "eventisieren" und dabei öffentlichkeitswirksam zu feiern. Die Expertin, die sich bundesweit mit Bräuchen auskennt, stellt fest: "Hochzeitsbräuche sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Wer heute heiratet, will das volle Programm."
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Autor: Gregor Tholl, dpa/BZ
