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01. Februar 2010
Welches Brautkleid passt zu welcher Frau?
Welches Brautkleid zu welcher Frau passt
Der Kauf des Hochzeitskleids ist keine leichte Angelegenheit. Denn das Kleid muss ein Alleskönner sein: Es soll die richtigen Proportionen hervorheben und kleine Problemzonen kaschieren. Es soll der Braut schmeicheln und sie zum Star des Tages machen. Genau richtig wirkt ein Kleid dann, wenn es zur Körperform einer Frau passt. Je nach Typ kommen dann enge Schnitte, ein schönes Dekolleté oder hohe Nähte infrage.
Wer einen schmalen Oberkörper und ausgeprägte, weibliche Hüften hat, ist der A-Typ. Die Form wird auch als Birnenform bezeichnet. Frauen mit dieser Figur schmeicheln Kleider in der A-Linie – also Kleider, die oben eng geschnitten sind und einen leicht ausgestellten Rock haben. Das ist die Form des klassischen Hochzeitskleids. Einkaufsberaterin Simone Piskol aus Heidenau bei Dresden rät Kundinnen mit dieser Figur auch zu Etui- und Carmen-Kleidern, welche die Schulterpartie betonen: "Das Dekolleté kann außerdem mit Ketten hervorgehoben werden."
Sie wird auch als Apfelform bezeichnet. Frauen mit dieser Figur haben viel Busen und Bauch und schöne, schlanke Beine. Ihnen empfiehlt Gülfe Kumas, Inhaberin eines Brautmodengeschäfts in Berlin: "Das Dekolleté betonen, um so den Blick ins Gesicht zu lenken." Das erreichen Frauen besonders gut mit einem Kleid im Empirestil. Bei diesen Kleidern sitzt die Taille knapp unter der Brust, hebt diese hervor und verdeckt so auch Fettpölsterchen am Bauch – dank eines weiten, fließenden Rocks.
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Frauen mit V-Form haben eine eher sportliche Figur mit viel Oberweite oder breiten Schultern sowie schmalen Hüften und wenig Po. Kumas rät diesen Damen zu Kleidern, deren Rock ausgestellt ist, damit die Figur auf diesem Weg ein Gleichgewicht erhält. "Vorteilhaft sind auch Träger, denn diese teilen die breiteren Schultern in kleinere Abschnitte ein." Auch kurze Kleider, die die Beine betonen, stehen Frauen mit dieser Figur.
Weibliche Rundungen sind das Markenzeichen der Frauen mit Sanduhr-Figur. Üppige Oberweite und ausgeprägte Hüfte sowie eine schmale Taille sorgen dafür, dass diese Frauen auch Kleider in Fishtail-Linie anziehen können. An diesen eng anliegenden Roben, die vom Knie an abwärts breit werden, zeichnet sich aber jedes Pölsterchen ab. Der Meerjungfrauen-Look ist also nur für Damen empfehlenswert, die sich in ihrer Haut sehr wohl fühlen, rät Designerin Fiona Bolat aus Köln. Auch ein Kleid in der A-Linie betont die Vorzüge der Sanduhr-Frau und lenkt den Blick auf Dekolleté und Taille.
Bilden Hüfte, Taille und Schultern nahezu eine Linie, sprechen Experten von der H-Form. Wohl fühlen sich solche Frauen mit großer Wahrscheinlichkeit in eng anliegenden Kleidern, die unten leicht ausgestellt sind. "Auch Zweiteiler sehen bei diesen Frauen toll aus. Eine Korsage mit Neckholder und ein leicht ausgestellter Rock passen hier prima", findet Bolat. Auch ein Kleid mit hoch angesetzter A-Linie oder im Empire-Stil betonen den Oberkörper und lenkt von der geraden Figur ab.
Kleine, zierliche Frauen verfügen meist über gute Proportionen. Sie wünschen sich aber häufig, größer zu wirken. "Daher sollte man darauf achten, dass das Kleid streckt", rät Kumas. Ein Einteiler ist deswegen ein Muss. Lange, enge Kleider lassen die XXS-Frau optisch größer erscheinen. Auch ein Fishtail-Kleid oder die A-Linie mit einem engen Oberteil bringen die Figur zur Geltung.
Auch Damen ab Konfektionsgröße 44 finden im Brautmodengeschäft ein passendes Kleid. Piskol empfiehlt etwas fülligeren Frauen ein Kleid in A-Linie, das nicht mit zu vielen Rüschen oder Applikationen bestickt sein sollte: "Das trägt auf." Auch ein Kleid in Reinweiß steche zu sehr ins Auge. Um Pölsterchen verschwinden zu lassen, seien Kleider in Cremeweiß oder Champagner optimal. Weit ausgestellte Röcke und Jäckchen oder Boleros über dem Kleid kaschieren ebenfalls. "Einer molligen Frau würde ich auch einen Zweiteiler – also ein Kostüm bestehend aus Jacke und Rock – empfehlen", sagt Piskol.
Wichtig für die Wahl des passenden Kleides ist außerdem der Faktor Zeit. "Mindestens sechs Monate vor der Hochzeit sollte man mit der Suche beginnen", rät Piskol. Der Besuch verschiedener Brautmodengeschäfte dauert seine Zeit. "Sinnvoll ist es, einen Berater mitzunehmen – keinesfalls aber den Zukünftigen." Mutter oder Freundin seien grundsätzlich gute Berater, aber die Braut sollte sich auch auf ihr Bauchgefühl verlassen. "Wenn sie sich schon im Geschäft nicht wohlfühlen, dann wird das auch auf der Hochzeit nicht besser." Drei Monate vorher sollte eine Wahl getroffen sein, das einige Wochen vor dem großen Tag dann noch einmal anprobiert und gegebenenfalls abgeändert wird.
Autor: Nadine Hantke, tmn
