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13. November 2017

Zum Vorlesen ist es nie zu früh

Nur keine falschen Hemmungen.

55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor, 28 Prozent nicht innerhalb der ersten drei Jahre. Das sind zentrale Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 der Stiftung Lesen, der Zeitung Die Zeit und der Deutsche-Bahn-Stiftung, die repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben hat. Andererseits ist befragten Eltern eine gute, vielseitige Bildung ihrer Kinder besonders wichtig. Diese wird am häufigsten als Erziehungsziel genannt (86 Prozent), vor gutem Benehmen und Umgang mit Geld (83 und 79 Prozent). Und: 91 Prozent der Befragten schreiben dem Vorlesen einen großen bis sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu.

Die Stiftung Lesen empfiehlt, so früh wie möglich mit dem gemeinsamen Betrachten und Vorlesen von Büchern zu beginnen. Studien zur Wirksamkeit des Vorlesens zufolge sollte es bereits im ersten Lebensjahr des Kindes zu einem festen Bestandteil des Tagesablaufs werden. "Viele Eltern knüpfen das Vorlesen an bestimmte Fähigkeiten der Kinder – dabei stärkt das Vorlesen genau diese Fähigkeiten", sagt Studienleiterin Simone Ehmig. "Weder muss sich ein Kind länger konzentrieren noch gar sprechen können, damit es vom Vorlesen profitiert." "Viele Eltern hören auch zu früh wieder mit dem Vorlesen auf. Gerade in Klasse eins und zwei brauchen Kinder diese Unterstützung, um Freude am Selberlesen zu entwickeln", sagt Rainer Esser, Geschäftsführer der Zeit-Verlagsgruppe.

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Autor: BZ