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Kommen Kälte-Tiefs von der nordamerikanischen Ostküste immer auch zu uns?

Valérie Labonté

Von Valérie Labonté

Sa, 04. November 2017 um 14:29 Uhr

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Das Wetter auf der gesamten Nordhalbkugel entsteht durch die Verteilung von vielen verschiedenen Hoch- und Tiefdruckgebieten. Besonders der Atlantik ist eine Wetterküche.

"Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass ungefähr zur Hälfte Luftmassen atlantischen Ursprungs – also aus dem Südwesten, Westen und Nordwesten – das Wetter in Mitteleuropa bestimmen", erklärt Umweltmeteorologe Dirk Schindler von der Universität Freiburg.

Sonst bestimmen Luftmassen aus anderen Himmelsrichtungen das Wetter bei uns: beispielsweise sibirische Kaltluft aus dem Osten, Saharaluft aus dem Süden oder polare Kaltluft aus dem Norden, aber auch sogenannte stationäre Luftmassen, die länger über Mitteleuropa verweilen. "Für einen direkten Zusammenhang zwischen einer nordamerikanischen und mitteleuropäischen Wetterlage käme damit überhaupt nur ein Teil der Westlagen in Frage", so Schindler.

"Beim Überqueren des Atlantiks werden diese aber meist sehr stark durch andere Druckgebiete beeinflusst, sodass die Verlagerung eines Kälte-Einbruchs nach Mitteleuropa über den Atlantik
sehr unwahrscheinlich ist."
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