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Warum verderben sich Geier oder Hyänen an toten Tieren nicht den Magen?

Henrike Berkefeld

Von Henrike Berkefeld

Sa, 27. Oktober 2018 um 00:00 Uhr

Umwelt & Natur

Aasfresser wie Hyänen oder Geier haben Strategien entwickelt, dank derer sie verwesendes Fleisch ohne Probleme verspeisen können:

Sterben Tiere, dauert es nicht lange, bis ihr Körper von Bakterien besiedelt wird, die das Gewebe zersetzen. Die Bakterien produzieren dabei Gifte, die bei Verzehr Magen-Darm-Verstimmungen auslösen – und sogar zum Tod führen können. Aasfresser wie Hyänen oder Geier haben Strategien entwickelt, dank derer sie verwesendes Fleisch ohne Probleme verspeisen können:

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"Die Kadaverfresser besitzen eine sehr aggressive Magensäure, welche schon im Magen viele Krankheitserreger inaktiviert", sagt Cornelia Rückert vom Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik der Uni Leipzig. Außerdem haben diese Tiere eine spezialisierte Darmflora: Von 500 Bakterienstämmen, die in verwesendem Fleisch zu finden sind, besiedeln überwiegend nur zwei Stämme ihren Darm. Die Aas-Fresser leben mit den an sich schädlichen Clostridien und Fusobakterien in friedlicher Co-Existenz. Wie das gelingt, ist auch für die Wissenschaftler noch eine offene Frage.

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