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Wie finden Eichhörnchen im Winter ihre Nüsse wieder?

Valérie Labonté

Von Valérie Labonté

Fr, 15. Dezember 2017 um 21:52 Uhr

Umwelt & Natur

Ein Eichhörnchen vergräbt für den Wintervorrat etwa tausend Nüsse und Samen. "Auch wenn das Verstecken manchmal komplett chaotisch aussieht, läuft es nicht wahllos ab".

Dies berichtet die Ökologin Stephanie Reher von der Universität Hamburg. "Rund 80 Prozent ihrer Verstecke finden Eichhörnchen mit Hilfe ihrer Erinnerung in Kombination mit einem sehr guten Geruchssinn wieder."

Man vermutet, dass Eichhörnchen die Verstecke nach bestimmten Mustern anlegen und sich zum Aufspüren an Wegpunkten orientieren. "Teilweise wird versteckte Nahrung auch noch einmal ’kontrolliert’ oder umgelagert, was bisherigen Erkenntnissen zufolge der Auffrischung des Gedächtnisses dienen soll", so Reher.

Bis zu einem Drittel ihrer Verstecke werden allerdings von hungrigen Artgenossen oder anderen Samenräubern geplündert, vor allem dort, wo es viele Nahrungskonkurrenten gibt. Um diese zu täuschen, buddeln Eichhörnchen auch Scheinlöcher, in denen sie nichts vergraben. Reher: "Insgesamt können Eichhörnchen mit der versteckten Nahrung rund die Hälfte ihres täglichen Energiebedarfs decken und somit das übrige Winterangebot ergänzen, bestehend aus Zapfensamen, Pilzen, ersten jungen Trieben und Blüten, Insekten und manchmal Vogelküken."

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