Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

31. März 2011 07:37 Uhr

Etoschahaus

Zoo Basel: 10 Jahre Namibia mitten in Basel

Eine der beliebtesten Anlagen des Zoo Basel feiert ihr zehnjähriges Bestehen: Das Etoschahaus zeigt, dass auch über kleine Tiere spannende Geschichten erzählt werden können.

  1. Freche Tiere: die Erdmännchen Foto: Zoo basel

BASEL (BZ). Der Publikumsrenner des Niedrigenergiehauses ist ein 1000 Tiere umfassender Heuschreckenschwarm. Vielbesucht sind außerdem die Wohngemeinschaft von Klippschliefern, Borstenhörnchen, Rosenköpfchen und Siedelwebern und die Erdmännchengruppe.

Am 31. März 2001 wurde im Zoo Basel das Etoscha-Haus für das Publikum eröffnet. Es wurde nach dem gleichnamigen Nationalpark in Namibia benannt und zeigt Ausschnitte aus diesem Lebensraum. Das Etoschahaus war das erste von zwei Häusern, die das alte Raubtierhaus aus dem Jahr 1956 ersetzten. Mit dem Etoschahaus, dem ersten Themenhaus im Zoo Basel, ging der Zolli neue Wege: den Richtlinien Welt-Zoo- und Aquarium Naturschutzstrategie folgend, stellte er die gezeigten Tiere in einen biologischen Zusammenhang und machte den Nahrungskreislauf der afrikanischen Savanne erlebbar. Wachstum, fressen und gefressen werden und der Zerfall sind die zentralen Themen. Pflanzen, Pflanzenfresser, große und kleine Fleischfresser sowie Abfallbeseitiger sind die Hauptakteure.

Eine Besucherumfrage enthüllte die Heuschrecken als die beliebtesten Bewohner des Themenhauses. Eine Zuchtstation im Untergeschoss mit rund 10 000 Tieren sorgt dafür, dass der Schwarm von 1000 Heuschrecken im Schaubereich aufrechterhalten werden kann. Heute wie damals leben im Etoschahaus außerdem Erdmännchen, Stachelschweine, mehrere Vogelarten, Graumulle und andere kleine Säugetiere. Im Sommer 2001, wenige Monate nach der Eröffnung des Hauses, wurden die Außengehege belebt. Dort sind heute Geparde heimisch. Auf der ehemaligen Meerkatzeninsel ist im vergangenen Jahr die Katta-Gruppe eingezogen. In den vergangenen zehn Jahren hat es viel Nachwuchs gegeben. Der spektakulärste war 2010 eine winzige Spaltenschildkröte, eine Tierart kaum größer als eine Zwei-Euro-Münze , die in Zoos nur sehr selten gezüchtet wird.

Werbung


Das Etoschahaus wurde nach ökologischen Richtlinien gebaut und hat 2002 die Auszeichnung beider Basel für gute Bauten erhalten. Der Architekt Peter Stiner und der Landschaftsarchitekt August Künzel haben das Etoschahaus als Niedrigenergiehaus konzipiert. Wieder aufbereitete oder wiederverwertbare Materialien wurden bevorzugt. Die siebzig Zentimeter dicken, von Hand gestampften Lehmwände tragen viel zum positiven Energieverhalten des Gebäudes bei.

Autor: bz