FLUCHTPUNKT: Die Bergziegen von Lissabon

Volker Huber, Redakteur BZ-Extra

Von Volker Huber & Redakteur BZ-Extra

Sa, 16. Dezember 2017

Reise

Wer nach Lissabon reist, erreicht sein Ziel üblicherweise mit dem Flugzeug. Mit der Metro geht es dann – sauber, pünktlich, schnell – ins Stadtzentrum. Dort angekommen stellt der Tourist umgehend die ungewöhnliche Topographie dieser Groß- und Hauptstadt fest. Neben den attraktiven Perspektiven, die diese Lage zwischen Berg und Tal bietet, ist sie auch eine Herausforderung – besonders wenn man älter ist oder einen Kinderwagen bergan schieben muss. Zum Glück gibt es da noch die Straßenbahnen, fünf Linien, von denen die 28 E schon eine Legende ist. Bereits ab 10 Uhr bilden sich an der Endhaltestelle Martim Moniz lange Schlangen von Fahrgästen, die einen Platz in einem der einzeln fahrenden Wagons ergattern wollen. Die elfminütige Taktzeit ist ein frommer Wunsch, und so kommt es vor, dass nach halbstündigem Warten gleich drei Wagons einfahren. Doch das Warten lohnt sich. Wie muntere Bergziegen sausen die 80-jährigen Oldies durch die steilen Passagen der pittoresken Altstadt. Sie sind die unbestrittenen Lieblinge der Besucher dieser Stadt.

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