Zisch-Interview

"Wir sind nicht zum Zuschauen im Stadion"

Julian Grolla und Moritz Lieber, Klasse 4b, Weiherhof-Grundschule

Von Julian Grolla und Moritz Lieber, Klasse 4b, Weiherhof-Grundschule (Freiburg)

Do, 29. März 2018 um 11:56 Uhr

Zisch-Texte

Thorsten Willmann ist Polizist und begleitet als "szenekundiger Beamter" die Spiele des SC Freiburg. Die Zisch-Reporter Julian Grolla und Moritz Lieber aus der Klasse 4b der Weiherhof-Grundschule in Freiburg haben ihn interviewt.

Zisch: Wie oft sind Sie bei Spielen des SC dabei?
Willmann: Bei jedem Heimspiel und jedem Auswärtsspiel sind wir dabei. Manchmal auch bei den Spielen der zweiten Mannschaft, wenn dort auch die Polizei gebraucht wird.
Zisch: Von wo aus gucken Sie auf das Spiel und auf die Tribüne?
Willmann: Wir Polizisten verteilen uns über die Tribünen. Mit der Videoüberwachung können wir im Stadion überall hinschauen.
Zisch: Bekommen Sie vom Spiel selbst überhaupt etwas mit, oder müssen Sie sich vor allem um andere Sachen kümmern?
Willmann: Das ganze Spiel sehen wir nie, aber wir bekommen wichtigsten Szenen schon mit. Wir sind ja nicht zum Zuschauen im Stadion.
Zisch: Wie oft kommt es bei Spielen zu Schlägereien? Wie handeln Sie dann?
Willmann: Es gibt immer wieder mal Schlägereien, aber auch andere Sachen wie Sachbeschädigungen. Wir trennen dann die Täter. Dann klären wir, was passiert ist, und nehmen sie Täter fest, damit sie bestraft werden können. Am wichtigsten ist es aber, schon im Vorfeld Schlägereien zu verhindern.
Zisch: Wie reagieren Sie, wenn ein Fan zu Ihnen Bulle sagt?
Willmann: Wenn es beleidigend gemeint ist, zeigen wir den Fan an wegen Beleidigung.
Zisch: Wie oft werden Sie von Fans beleidigt oder angespuckt?
Willmann: Ich persönlich werde nur selten beleidigt und bin noch nie angespuckt worden. Die Polizisten, die Uniform tragen, werden eher mal beleidigt.
Zisch: Warum ist Pyrotechnik so gefährlich?
Willmann: Bei Fackeln kann man sich sehr übel verbrennen, weil sie sehr heiß werden. Der Rauch ist gefährlich beim Einatmen. Im Stadion ist es auch deshalb so gefährlich, weil so viele Leute auf engem Raum sind.